Die Fortführung ist das Gegenteil der Liquidation eines Unternehmens, d. h. das Unternehmen wird nicht stillgelegt, sondern weitergeführt.

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Forderung

Gelder, auf die ein Unternehmen oder eine Person Anspruch hat, da die Leistung (z. B. Warenlieferung) schon erfolgt ist.

Forderungsanmeldung

Wird über das Vermögen eines Schuldners das Insolvenzverfahren eröffnet, kann der Gläubiger seine Ansprüche nur noch gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend machen.

Zu diesem Zweck wird er aufgefordert, durch die sog. Forderungsanmeldung seine Ansprüche dem Insolvenzverwalter gegenüber darzulegen und zu beziffern. Um die Abwicklung effizient zu gestalten, erfolgt die Datenerhebung meist standardisiert per Formular oder Interneteingabe und beinhaltet folgende Informationen: 

- den Inhaber der Forderung und dessen gesetzlicher Vertreter.

- den Betrag der angemeldeten Forderung

- der Grund der Forderung (z.B. Werkvertrag)

- Belege in Form von Rechnungen und anderen beweiskräftigen Urkunden

- Nebenforderungen (z.B. Zinsen und Kosten) sind getrennt von der Hauptforderung zu erfassen. 

Achtung! Es dürfen nur Zinsen und Kosten geltend gemacht werden, die vor der Insolvenzeröffnung entstanden sind – Der lezte Zinstag ist jeweils der Tag vor der Insovlenzeröffnung.

Weitere Informationen zur Forderungsanmeldung erhalten Sie in unserer Rubrik "Forderungsanmeldung". Dort finden Sie auch einen Assistenten zur Erstellung Ihrer Anmeldung.

Forderungsaufstellung

Die Forderungsaufstellung ist eine Übersicht über alle Forderungen, die Gläubiger gegen den Schuldner haben. Die Forderungsaufstellung weist die Forderung (den ursprünglichen Rechnungswert), Zinsen und Kosten (z. B. Mahnkosten) aus. Gläubiger im Verbraucherinsolvenzverfahren sind rechtlich verpflichtet, dem Schuldner eine kostenlose Forderungsaufstellung zukommen zu lassen.

Forderungsausfall

Als tatsächlichen Forderungsausfall bezeichnet man alle vom Kunden nicht beglichenen und auch durch ein Verfahren ( z.b. Zwangsvollstreckung) nicht einzubringende Forderungen - ob im Ganzen oder als Teil.

Eine uneinbringliche Forderung ist stets ein tatsächlicher Forderungsausfall, weil beispielsweise das Verfahren oder die Zwangsvollstreckung mangels Masse eingestellt wurde und auch ein eventueller Bürge zahlungsfähig ist. Ursache für eine uneinbringliche Forderung kann auch der Todesfall des Schuldners sein.

 

Forderungsausfall ist ein unternehmerisches Risiko. Vorbeugen kann der Unternehmer durch eine rechtzeitige Abschätzung der Risiken, das Einholen von Wirtschaftsauskünften und ein funktionierendes Mahnwesen.

 

 

Fortführung

Die Fortführung ist das Gegenteil der Liquidation eines Unternehmens, d. h. das Unternehmen wird nicht stillgelegt, sondern weitergeführt.

Freistellungsbescheinigung

Bescheinigung für die Freistellung von der Pflicht, Bauabzugssteuer an das Finanzamt des Auftragnehmers einer Bauleistung abzuführen.

Freistellungszeitraum

Dies ist der Zeitraum in dem der, in der Regel gekündigte Arbeitnehmer, vom Insolvenzverwalter von der Arbeit freigestellt wird bis die Kündigungsfrist abgelaufen ist. Die Freistellung erfolgt z.B. weil keine Aufträge mehr ausgeführt werden können bzw. nach Eröffnung die Zahlung von Löhnen/Gehältern nicht gewährleistet werden kann.

 

Fremdantrag

Ein Fremdantrag liegt begrifflich dann vor, wenn nicht der insolvente Schuldner, sondern ein Gläubiger den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellt.

Im Regelinsolvenzverfahren erfolgen Fremdanträge zum größtenteils durch die Sozialversicherungsträger, z.B. wegen nicht bezahlter Krankenkassenbeiträge.

 

Der Insolvenzantrag des Gläubigers ist nur zulässig, wenn

  • der Gläubiger ein rechtliches Interesse an der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat
    und
  • er seine Forderung und den Eröffnungsgrund glaubhaft macht.

 

Im Verbraucherinsolvenzverfahren kann bei einem Fremdatrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens keine Restschuldbefreiung gewährt werden.

 

Fälligkeit

Fällig ist eine Leistung in dem Zeitpunkt, in dem der Gläubiger zur Zahlungsaufforderung berechtigt ist. Normalerweise werden Forderungen sofort fällig. Die Zahlungsverpflichtung und damit die Fälligkeit kann allerdings verschoben werden. In diesem Fall spricht man von Stundung der Forderung.

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