Mahnverfahren in Europa - Geringfügige Forderungen

Mahnverfahren in Europa - Informationen für den Schuldner

Kein Widerspruch - keine 2. Möglichkeit - Zum 12.12.08 tritt das europäische Mahnverfahren in Kraft. Versäumen Sie hier bei zugegangenem Zahlungsbefehl rechtzeitig Widerspruch einzulegen, gilt die Forderung als anerkannt und es kann gegen Sie vollstreckt werden

 

Im europäischen Mahnverfahren und dem sog. europäischen Bagatellverfahren für Forderungen bis 2000 Euro ist im Unterschied zum deutschen Recht nur ein einmaliges Widerspruchsrecht verankert.

 

Dies bedeutet, dass Sie bei Zugang einer Forderung eines ausländischen Gläubigers, unbedingt innerhalb 30 Tagen Widerspruch einlegen müssen, wenn diese unbegründet ist. Dies kann im europäischen Mahnverfahren papierlos oder über Standardformulare beim für Deutschland zuständigen Amtsgericht Berlin-Wedding sein.

 

Auch im Bagatellverfahren müssen Sie die 30-tägige Widerspruchsfrist einhalten.

 

Bestreiten Sie die Forderung nicht, so ergeht nach Wahrung der Fristen eine Entscheidung des Gerichts, die in der ganzen EU anerkannt ist. Dies bedeutet, dass erteilte Zwangsvollstreckungstitel innerhalb der EU, mit Ausnahme von Dänemark, vollstreckt werden können.

 

Legen Sie Widerspruch ein gehen das europäische Mahnverfahren und das Bagatellverfahren in einen Zivilprozess nach deutscher Rechtsordnung (da Sie als Antragsgegner in Deutschland leben) über.

 

Lesen Sie hier mehr zum europäischen Mahnverfahren:

Europäisches Mahnverfahren

Europäisches Bagatellverfahren