Verfahrenskosten

 

Einkommensgrenzen für den Beratungshilfeschein und eigenes Vermögen

Der Schein wird nur bedürftigen Antragstellern gewährt, deren Einkommen bestimmte individuelle Einkommensgrenzen nicht überschreitet. Ist jedoch eigenes Vermögen vorhanden, sind die Anwaltskosten auch bei geringem Einkommen selbst zu zahlen. Der Antrag kann mündlich oder schriftlich gestellt werden. Sie sollten bei Antragstellung gleich die erforderlichen Originalunterlagen mitbringen, um Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse glaubhaft zu machen.

Wer ALG II bzw. Sozialhilfe bezieht, belegt dies mit aktuellen Bezugsnachweisen der Arbeitsagentur oder des Sozialamts. Man erhält den Beratungshilfeschein in der Regel dann ohne weitere Nachweise.

Ist Ihr Einkommen gering, legen Sie dem Mitarbeiter der Rechtsantragsstelle Ihre Unterlagen über Einnahmen und Ausgaben vor (z. B. die Kontoauszüge und Einkommensnachweise der letzten drei Monate, den Mietvertrag, den Nachweis der Unterhaltspflicht von Angehörigen).Anhand einer umfangreicheren Berechnung kann ermittelt werden, ob sie Anspruch auf einen Beratungshilfeschein haben. Dabei ist entscheidend, dass Ihr Einkommensbetrag, der Ihnen nach Abzug von Wohnungsmiete, Unterhaltszahlungen etc. verbleibt, nicht über ALG II oder Sozialhilfe liegt.

Scheitert die außergerichtliche Einigung, so entstehen Ihnen im Verbraucherinsolvenzverfahren folgende Kosten:

Gerichtskosten


Die Gerichtskosten umfassen die Gebühren des Gerichts und die Ausgaben für Zustellung von Beschlüssen und Veröffentlichungen. Die Gebühren richten sich nach dem Wert des pfändbaren Vermögens. Rechnen sie mit Gerichtskosten in Höhe von mindestens 300-500 Euro.

Treuhänder/Insolvenzverwalter


Die Vergütung des Treuhänders setzt sich aus einem einmaligen Betrag für die Insolvenzverwaltung und jährlichen Vergütungen für die Verteilung der pfändbaren Beträge an die Gläubiger zusammen. Hierbei ist die Vergütung abhängig von der Zahl der Gläubiger:
Bei 5 Gläubigern erhält der Treuhänder mindestens 800 Euro, bei 20 Gläubigern mindestens 1.350 Euro.

 

Während der Wohlverhaltensperiode zahlen Sie fünf Prozent der pfändbaren Beträge, jedoch mindestens 100 Euro plus Umsatzsteuer pro Jahr, abhängig von der Anzahl der Gläubiger. So erhält der Treuhänder während der Wohlverhaltensperiode insgesamt mindestens 580 Euro, bei 20 Gläubigern 1.450 Euro.

 

Ihnen entstehen für das Verbraucherinsolvenzverfahren Kosten in Höhe von mindestens 1.700 Euro.

 

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TIPP
Prozesskostenhilfe können Sie im Fall einer privaten Insolvenz nicht beantragen. 

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