Prüfen Sie, ob Sie dem Gläubiger eine Ratenzahlung anbieten können, und verständigen Sie sich in der Ratenzahlungsvereinbarung darauf, dass er im Gegenzug die Kontopfändung zurückzieht.


Da das Konto gesperrt ist, werden auch keine Daueraufträge, z.B. für Miete, Strom etc. ausgeführt.

Ist eine Kontopfändung absehbar, so können Sie zur kurzfristigen Sicherung Ihres Lebensunterhalts (Lebensmittel, Strom, Miete etc.) alles verfügbare Geld abheben, und dies zur Existenzsicherung mittels Barzahlung/Bareinzahlung (Achtung: Extra Gebühren!)verwenden, bis der Antrag auf Pfändungsschutz greift.
Oder Sie zahlen das Geld auf das Konto einer vertrauenswürdigen Person ein, und wickeln Ihre Überweisungen über dieses Konto ab.

 

 

Schwankendes Einkommen

 

Schwankt die Höhe Ihres monatlichen Einkommens (auch Cent-Beträge!) so müssen Sie den Antrag auf Pfändungsschutz zu jedem neuen Gehaltseingang neu stellen.

 

Diese Teile Ihres Lohnes sind unpfändbar:

die Hälfte der Bruttoüberstundenvergütung und des Weihnachtsgeldes (bis 500 Euro), zusätzliches Urlaubsgeld, Spesen und sonstige Aufwandsentschädigungen, sowie Gefahren-, Schmutz-, Erschwerniszulagen und Treueprämien. Unpfändbar sind auch Reisekostenerstattung, Zulagen wie Nacht- Feiertagszuschläge, Heirats-, Geburtsbeihilfen

 

Sichern Sie Miet- und Energiezahlungen

Lassen Sie sich die unpfändbaren Sonderzulagen bar oder per Barscheck auszahlen und zahlen Sie diese direkt zur Existenzsicherung (Miete, Energie) bei Vermieter, Strom- und Wasserlieferanten ein.

 

Sonderzulagen dürfen gepfändet werden 

Gehen die Sonderzulagen auf das Konto ein, laufen sie Gefahr, dass diese, da sie über der Pfändungsfreigrenze liegen, gepfändet werden.

 

Pfändungsschutz für alle Konten?

Pfändungsschutz gibt es für Geldeingang auf dem Girokonto aus Arbeits- oder Sozialeinkommen. Gepfändet werden darf ausschließlich Guthaben, Dispokredite dürfen nicht genutzt werden.

Auch andere Konten, wie Sparbücher, Bausparkonten und Wertpapierdepots müssen voll gepfändet werden.

 

Nicht gepfändet werden dürfen Einzahlungen für die Riester-Rente, betriebliche Leistungen für die Altersvorsorge und Beiträge für vermögenswirksame Leistungen(VL-Sparen). Pfändungsgeschützt ist auch für Schuldner zwischen 18-65 Jahren ein altersabhängiger Vorsorgebetrag in eine private Rentenversicherung. 

 

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