Drei Schritte in die Schuldenfreiheit

 

Schritt 2: Gerichtlicher Schuldenbereinigungsplan

 

Ihr zweiter Schritt führt sie zum zuständigen Insolvenzgericht, das in der Regel ein Amtsgericht ist. Hier finden Sie die Adresse des für Sie zuständige Amtsgericht. Dort beantragen Sie die Eröffnung des gerichtlichen Insolvenzverfahrens.
Hierzu gibt es Formulare die Sie sorgfältig ausfüllen müssen. Zugleich legen Sie folgende Anträge und Bescheinigungen vor:

 

Gerichtliche Schuldenbereinigung
  • einen Schuldenbereinigungsplan
  • eine Aufstellung vorhandenen Vermögens und Einkommens
    (Vermögensverzeichnis)
  • ein Verzeichnis aller Gläubiger und ihrer Forderungen
  • eine Erklärung über die Vollständigkeit und Richtigkeit Ihrer Angaben
  • falls benötigt einen Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten; zu den Kosten des Verfahrens informiert Sie insolvenzratgeber.de hier.

 

 

Das Gericht wird nun Ihren Antrag prüfen und versuchen zu einer gütlichen Einigung zwischen Ihnen und Ihren Gläubigern zu kommen.
Hierzu stellt das Gericht den Gläubigern die Unterlagen zur Stellungnahme zu. Jetzt können sich die Gläubiger äußern. Nehmen diese nicht innerhalb eines Monats Stellung, wird dies vom Gericht als Zustimmung gewertet. Stimmen mehr als die Hälfte der Gläubiger dem gerichtlichen Schuldenbereinigungsplan zu, so entspricht dies einem gerichtlichen Vergleich, der gerichtliche Schuldenbereinigungsplan gilt als angenommen.

 

Wenn Sie die die darin vorgesehenen Zahlungen über die vereinbarte Laufzeit und zu den Bedingungen des Plans einhalten, sind Sie schuldenfrei.

 

 

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Summary Box

Im gerichtlichen Verfahren sind die Gläubiger stärker gezwungen an einer wirtschaftlich sinnvollen Lösung mitzuarbeiten. Das Gericht kann, unter bestimmten Voraussetzungen, die Zustimmung einzelner Gläubiger sogar ersetzen, wenn diese eine angemessene Schuldenbereinigung verhindern.

Verweigern die Hälfte oder mehr Gläubiger ihre Zustimmung, ist der Plan gescheitert.