Drei Schritte in die Schuldenfreiheit

 

1. Schritt: Außergerichtliche Einigung

 

Bei der  Vertragsgestaltung müssen Sie viele Punkte berücksichtigen:


Legen Sie im Vergleichsvertrag fest, dass

 

  • mit Abschluss des Vergleichs auch Zinsen und z.B. Mahngebühren entfallen, so dass sich Ihre Schulden nicht noch weiter erhöhen.
  • die Gläubiger sich bereit erklären während der Rückzahlungsphase auf Zwangsmaßnahmen (z.B. Pfändung) zu verzichten.


  • mit Erfüllung des Vertrags die Restschulden erlassen werden. Achten Sie darauf, von den Gläubigern die entwerteten Originale der Schuldtitel zu erhalten.

 
Bieten Sie eine sofortige Einmalzahlung an, wenn Sie jetzt überraschend zu Geld gekommen sein sollten (keinesfalls aus einem neuen Kredit!).

Um niedrigste Ratenzahlungen zu vermeiden, bieten Sie an den Betrag einmal jährlich auszuschütten. Dies verlangt Disziplin von Ihnen; legen Sie die Raten jeden Monat auf einem separaten Konto an, so dass Sie tatsächlich die Jahresausschüttung leisten können. Dieses Konto ist für alle anderen Zwecke tabu!

 

Vereinbaren Sie einen schrittweisen Schuldenerlass. Dies kann so gestaltet werden, dass mit jedem erfolgreichen Rückzahlungsjahr ein Teil Ihrer Schulden erlassen wird.

So können Sie dies beispielsweise formulieren:
"Mit der rechtzeitigen und vollständigen Zahlung der im Vertrag vereinbarten Raten werden Herrn/Frau Mustermann 15% der Gesamtforderung erlassen."


Können Sie momentan wirklich nichts bezahlen, legen Sie fest, dass sich die Raten anpassen, sobald es Ihnen wieder finanziell besser geht. Diese Anpassungsklausel sollten Sie auch für den Fall aufnehmen, dass Sie momentan Ratenzahlungen leisten, sich aber Ihre Lebensumstände so ändern, dass sie keine oder nur noch geringere Raten zahlen können.


Versichern Sie, dass Sie alles tun werden, diesen Vertag einzuhalten. Erklären Sie sich bereit, den Gläubigern einmal jährlich Ihr Einkommen nachzuweisen.
Ihre Gläubiger werden auf einer festgelegten Regelung für den Fall des Scheiterns bestehen, da auch Ihre Gläubiger sich absichern müssen. Prüfen Sie diese Vorschläge der Gläubiger genau.

Die bereits erlassenen Schulden und Ratenzahlungen müssen bestehen bleiben, so dass Sie nicht noch einmal von vorn anfangen.

Selbstverständlich können Sie alle diese Vorschläge auch kombinieren. Rechnen Sie die monatliche Belastung durch den Vertrag aus, und überprüfen Sie gewissenhaft, ob Sie die Zahlungen auch tatsächlich leisten können.

Nun legen Sie den Vergleichsvertrag allen Gläubigern vor.Ist die Anzahl der Gläubiger gering, so erhöht sich Ihre Chance, dass die Gläubiger dem Vergleich zustimmen. Stimmen alle Gläubiger schriftlich zu, so können Sie beginnen Ihre Schulden abzubauen.

 

Halten Sie nun noch die Zahlungen über die vereinbarte Laufzeit des Plans ein, sind Sie Ihre Schulden los.

 

 

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TIPP

Achten Sie darauf wirklich alle Gläubiger zu erfassen und einzubeziehen. Ein einzelner nicht erfasster Gläubiger, der versucht seine Ansprüche weiterhin im Wege der Zwangsvollstreckung durchzusetzen, lässt den außergerichtlichen Vergleich scheitern.

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