Drei Schritte in die Schuldenfreiheit

 

1. Schritt: Außergerichtliche Einigung

 

Beim  außergerichtlichen Einigungsversuch wird ein Vertrag zwischen Schuldner und Gläubiger geschlossen. Dieser Vergleich bietet Gläubiger und Schuldner Vorteile:

 

Der Gläubiger 

 

  • erhält höhere Beträge als im Verbraucherinsolvenzverfahren
  • hat keinen weiteren Zeitaufwand für Gericht/ Treuhänder/ Mahnwesen
  • kann Sicherheiten, für den Fall der Nichteinhaltung des Vertrags durch den Schuldner, festschreiben

 

Für den Schuldner ist es vorteilhaft, da

 

  • keine neuen Kosten für Pfändungen oder Inkassobüros entstehen
  • keine eidesstattliche Versicherung abzugeben ist
  • die umfangreiche Antragstellung (48 Seiten!) für das Verbraucherinsolvenzverfahren entfällt.
  • ihm die Kosten für den Treuhänder, also mindestens 720 Euro erspart bleiben
  • keine Gerichtskosten für das Verbraucherinsolvenzverfahren gezahlt werden müssen (Einsparung ca. 1.600 Euro).
  • negative Schufa-Einträge und Einträge aus dem Schuldnerverzeichnis werden schneller gelöscht
  • keine Kontenpfändung
  • der Vertrag eine Schuldenbefreiung, innerhalb eines mit den Gläubigern gemeinsam vereinbarten Zeitrahmens, ermöglicht. Auch beim Vergleich können Sie vertraglich festlegen, dass nach sechs Jahren die vereinbarten Raten abgezahlt sind und keine Schulden mehr bestehen.

 

Ihre Gläubiger haben starkes Interesse daran, die ausstehenden Forderungen bezahlt zu bekommen. Beträgt z.B. die Forderung eines Gläubigers 20 Prozent Ihrer gesamten Schulden, so stehen dem Gläubiger im Verbraucherinsolvenzverfahren 20% der bei Ihnen pfändbaren Beträge zu.

Ihre Gläubiger wissen aus Erfahrung, dass sie im Falle eines Verbraucherinsolvenzverfahrens schlechter dastehen, da zuerst die Kosten für Treuhänder und Gericht bezahlt werden müssen, bevor das Geld an die Gläubiger fließt.


Dies ist Ihre Chance als Schuldner!


Je höher die von Ihnen angebotene prozentuale Quote ist, desto höher sind die Vergleichschancen. Bieten Sie eine  Quote beim Vergleich von mindestens 8% der bestehenden Schulden an, in der Regel wird ein Angebot von 20% der Quote akzeptiert.  Eine Ausnahme bilden Schulden beim Staat (z.B. Finanzamt). Hier stimmen die Ämter üblicherweise erst bei einer sehr hohen Quote (ab ca. 60% der bestehenden Schulden) zu.

 

 

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