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14. Stehe ich nach der Pfändung ohne Hausrat da?

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Das müssen Sie nicht befürchten. Persönliche Gebrauchsgegenstände oder Hausrat  sind nicht pfändbar. So ist ein Fernsehgerät (pro Haushalt) nicht pfändbar, sollte Ihr Fernsehgerät allerdings sehr wertvoll sein kann der Gerichtsvollzieher eine Austauschpfändung anordnen. Dann wird z.B. Ihr Plasma-TV im Wert von 5000€ gepfändet und Sie erhalten ein Standard- Röhren-TV-Gerät . Auch ein Radiogerät ist grundsätzlich unpfändbar, es sei denn, dem Schuldner steht außerdem ein Fernsehgerät zur Verfügung.

Videokamera oder Hifi-Anlage müssen aber dran glauben. Einen Kühlschrank halten die meisten Gerichte für unpfändbar. Eine Kühltruhe ist pfändbar, wenn ein Kühlschrank vorhanden ist. Überhaupt sind Haushaltsgegenstände nur pfändbar, wenn es sich um Luxus Gegenstände handelt. Alles, was für eine bescheidene Lebensführung notwendig ist, darf der Schuldner behalten. Gegenstände die Sie beruflich benötigen, sind nicht pfändbar; das gilt sowohl für das Auto, als auch für den Computer, wenn  man diesen für seinen Broterwerb benötigt. Kann der Schuldner ebenso gut mit Bus oder Bahn zur Arbeit fahren, darf der Gerichtsvollzieher pfänden. Austauschpfändungen kann der Gerichtsvollzieher auch beim Auto vornehmen, das bedeutet, dass er Luxus- Gebrauchsgegenstände durch durchschnittliche Gebrauchsgüter ersetzen kann (VW statt Porsche).

Regelmäßg auftretende Fragen zum Bereich

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11. Wie gehe ich mit einem Mahnbescheid um?

Sollten Sie einen Mahnbescheid erhalten, haben Sie zwei Wochen Zeit, Widerspruch oder Teilwiderspruch einzulegen. Dies kann z.B. aufgrund zu hoher Verzugszinsen oder unberechtigter Inkassokosten der Fall sein. Sie müssen Ihren Einspruch zwar nicht begründen, sollten das aber besser tun.  Das ausgefüllte Widerspruchsformular (liegt dem Mahnbescheid bei) senden Sie unterschrieben an das Amtsgericht zurück. Sollten Unklarheiten auftreten, wenden Sie sich an eine Schuldnerberatungsstelle oder einen Rechtsanwalt. Ist der Mahnbescheid rechtmäßig, ist ein Widerspruch sinnlos. Sie halsen sich dadurch nur zusätzliche Kosten auf!

12. Wie verhalte ich mich dem Gerichtsvollzieher gegenüber?

Sollte bei Ihnen der Gerichtsvollzieher erscheinen, der Ihr Eigentum pfänden will, müssen Sie diesen grundsätzlich nicht in Ihre Wohnung lassen. Allerdings sollten Sie beachten, dass bei Verweigerung oder mehrfachem Nichtantreffen trotz Ankündigung des Besuchs, ein Durchsuchungsbefehl beantragt werden kann.

13. Muss ich während der Insolvenz ohne Bankkonto leben?

Ohne eigenes Konto sind Sie nur ein "halber" Mensch. Auch den Banken ist dies bewusst und deshalb haben sie sich dazu verpflichtet, Konten auf Guthabenbasis, auch Jedermannkonto genannt, zu führen.

So gehen Sie vor: Beantragen Sie ein Konto auf Guthabenbasis, bei dem kein Dispo, d.h. keine Kontoüberziehung erlaubt ist. Schreiben Sie auf den Kontoeröffnungsantrag mit der Hand "Bitte keine Überziehung oder Dispo einräumen". Die Kopie des Antrags ist Ihr Beleg dafür, dass Sie sich ordnungsgemäß verhalten haben.

14. Stehe ich nach der Pfändung ohne Hausrat da?

Das müssen Sie nicht befürchten. Persönliche Gebrauchsgegenstände oder Hausrat  sind nicht pfändbar. So ist ein Fernsehgerät (pro Haushalt) nicht pfändbar, sollte Ihr Fernsehgerät allerdings sehr wertvoll sein kann der Gerichtsvollzieher eine Austauschpfändung anordnen. Dann wird z.B. Ihr Plasma-TV im Wert von 5000€ gepfändet und Sie erhalten ein Standard- Röhren-TV-Gerät . Auch ein Radiogerät ist grundsätzlich unpfändbar, es sei denn, dem Schuldner steht außerdem ein Fernsehgerät zur Verfügung.

Videokamera oder Hifi-Anlage müssen aber dran glauben. Einen Kühlschrank halten die meisten Gerichte für unpfändbar. Eine Kühltruhe ist pfändbar, wenn ein Kühlschrank vorhanden ist. Überhaupt sind Haushaltsgegenstände nur pfändbar, wenn es sich um Luxus Gegenstände handelt. Alles, was für eine bescheidene Lebensführung notwendig ist, darf der Schuldner behalten. Gegenstände die Sie beruflich benötigen, sind nicht pfändbar; das gilt sowohl für das Auto, als auch für den Computer, wenn  man diesen für seinen Broterwerb benötigt. Kann der Schuldner ebenso gut mit Bus oder Bahn zur Arbeit fahren, darf der Gerichtsvollzieher pfänden. Austauschpfändungen kann der Gerichtsvollzieher auch beim Auto vornehmen, das bedeutet, dass er Luxus- Gebrauchsgegenstände durch durchschnittliche Gebrauchsgüter ersetzen kann (VW statt Porsche).

15. Wie viel Lohn darf gepfändet werden?

Diese Teile Ihres Lohns/Gehalts sind unpfändbar: die Hälfte der Bruttoüberstundenvergütung und des Weihnachtsgeldes (bis 500 Euro), zusätzliches Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Spesen und sonstige Aufwandsentschädigungen, sowie Gefahren-, Schmutz-, Erschwerniszulagen und Treueprämien. Unpfändbar sind auch Erziehungsgeld, Mutterschaftsgeld, Leistungen der Pflegeversicherung, Grundrente, Kinder- und Wohngeld, Studienbeihilfen, Sterbe- und Gnadenbezüge, Blindenzulagen.

Ab einem monatlichen Nettoeinkommen von 990 Euro darf gepfändet werden. Bei Schuldnern, die für 1 Person unterhaltspflichtig sind, erhöht sich der Betrag auf 1.360 Euro, bei zwei Personen 1.570 Euro, vier Personen 1.980 Euro, bei fünf und mehr Personen gilt der Höchstsatz von 2.190 Euro.

TIPP: Lassen Sie sich die unpfändbaren Sonderzulagen bar oder per Barscheck auszahlen und zahlen Sie diese direkt zur Existenzsicherung (Miete, Energiekosten, Lebensmittel, etc.) auf ihr Guthabenkonto ein.

Nicht gepfändet werden dürfen Einzahlungen für die Riester-Rente, betriebliche Leistungen für die Altersvorsorge und Beiträge für vermögenswirksame Leistungen (VL-Sparen). Pfändungsgeschützt ist auch für Schuldner zwischen 18-65 Jahren ein altersabhängiger Vorsorgebetrag in eine private Rentenversicherung. 

TIPP: Auch wenn Ihr Konto gepfändet wurde, muss die Bank Ihnen den gesamten Betrag empfangener Sozialleistungen auszahlen, allerdings nur innerhalb einer 7-Tage -Frist. Verwenden Sie diese Mittel unbedingt für Miete, Strom, Lebensmittel und Nebenkosten.

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