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13.05.13 Kostensenkung im unternehmerischen Alltag

Insolvenzverfahren

Kategorie: News Insolvenz & Sanierung, Insolvenzverfahren


Insolvenz im Vorfeld vermeiden

Die Führung eines Unternehmens ist mit hohen Kosten verbunden. Nicht nur in Zeiten der Krise ist es wichtig, die finanzielle Belastung so gering wie möglich zu halten und wettbewerbsfähig zu bleiben.

 

Oftmals reicht bereits das Ergreifen einfacher Maßnahmen in den einzelnen Funktionsbereichen aus, um eine spürbare Erleichterung zu bewirken. Die Kündigung der Mitarbeiter steht erst am Ende einer langen Reihe von Möglichkeiten.

 

Am Anfang steht der Plan

Es gibt viele Wege, Kosten einzusparen. Bevor Sie all diese in die Tat umsetzen, sollten Sie sich jedoch Gedanken über die Wirkung der eingesetzten Mittel machen. Nur so lässt sich vermeiden, dass Sie den Rotstift an einer Stelle ansetzen, die sich unmittelbar auf die Zukunft des Unternehmens auswirkt. So gilt es beispielsweise zu beachten, dass eine kurzfristige Kostensenkung nicht selten hohe Folgekosten nach sich zieht. 

  

So sparen Sie Steuern

Viele Unternehmer verschenken aus Unwissenheit einen Teil ihrer Gewinne. Sie setzen sich nicht ausreichend mit den gängigen Steuerregelungen auseinander und verzichten auf die Nutzung von legalen Methoden, mit deren Hilfe sich Steuern sparen lassen.

 

Betriebsausgaben: Kein Geld ans Finanzamt verschenken

Eine häufige Fehlerquelle ist die mangelnde Abrechnung von Betriebsausgaben, die oftmals schlichtweg vergessen wird. Wer Fahrtkosten, Rechnungen von Handwerkern und andere Posten konsequent abzieht, trägt allerdings wesentlich zur Kostensenkung im Unternehmen bei. Aus diesem Grund ist die sorgfältige Überprüfung dringend anzuraten.

 

Einkaufen und Abschreibungen nützen

Auch Einkäufe können dazu beitragen, die Gewinne zu senken und somit Steuern zu sparen: Kleininvestitionen mit einem Wert von maximal 410 Euro netto können direkt von der Steuer abgesetzt werden. Liegt der Anschaffungswert zwischen 150 Euro und 1000 Euro nett, steht es Ihnen frei, ob Sie eine Abschreibung über fünf Jahre oder eine Abschreibung nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wählen möchten. Letztere Möglichkeit empfiehlt sich bei Einkäufen, die langfristig genutzt werden sollen. Hier ist zum Beispiel an Möbel für das Büro zu denken.

 

Wenn Sie sich in der Vergangenheit für eine degressive Abschreibung von Maschinen, Anlagen oder Fahrzeugen entschieden haben, sollten Sie zudem regelmäßig prüfen, ob sich ein Wechsel zur linearen Methode lohnt. Dies hängt mit der jeweiligen Restnutzungsdauer zusammen.

 

Einsparungen im Bereich des Personals
Ein weiterer wichtiger Posten im Rahmen der Kostensenkung sind die Gehälter. Viele denken hier zunächst an eine Kündigung - diese aber sollte lediglich im Notfall ergriffen werden. Durch Abfindungen und eventuelle Prozesse vor dem Arbeitsgericht wird die Entlassung von Mitarbeitern schnell teurer als geplant. Darüber hinaus fehlt es Ihnen dann an der notwendigen Arbeitskraft, was weitere Probleme nach sich zieht.

 

Kosten sparen können Sie oftmals bereits durch eine klare Aufgabenverteilung: Diese kann eine doppelte Besetzung vermeiden und ermöglicht eine bestmögliche Verteilung der zur Verfügung stehenden Ressourcen.

 

Geldwerte Zusatzleistungen anbieten

Als interessante Option erweist es sich auch, geldwerte Zusatzleistungen anzubieten. Hiervon profitieren nicht nur Sie als Unternehmer, sondern auch Ihr Arbeitnehmer: Da viele dieser Leistungen steuerfrei gewährt werden dürfen oder zumindest mit einem ermäßigten Steuersatz behandelt werden, lassen sich so einige hundert Euro zusätzlich spendieren. Interessante Extras sind zum Beispiel Tankbons oder ein Jobticket für die öffentlichen Verkehrsmittel. Aber auch die Kosten für die Verpflegung oder die Betreuung der Kinder können übernommen werden. Darüber hinaus ist auch ein Zuschuss zur Handyrechnung oder zu den Gebühren für das Internet möglich. Weiterhin können Sie als Unternehmen finanzielle Unterstützung auch bei Kursen oder Trainings bieten, die der Gesundheit Ihrer Mitarbeiter förderlich sind. Hierzu zählen beispielsweise Übungen für die Wirbelsäule, Nichtraucherseminare oder Lehrgänge, die sich mit der Bewältigung von Stress oder der gesunden Ernährung befassen.

 

 

Bild: Benjamin Thorn / pixelio

Von: Jakob Ludwig

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