Inkasso - Eine Einführung

Wie funktioniert Inkasso. Wie läuft die Zusammenarbeit mit einem Inkassounternehmen ab. Hier erhalten Sie einen kurzen Überblick über diese Themen und lernen zudem die Vorteile des Inkassos kennen.

Inkasso Einführung

Einführung

Unter Inkasso wird grundsätzlich die gewerbliche Einziehung fremder oder zu Einziehungszwecken abgetretender Forderungen verstanden. 

 

Verschiedene Arten des Inkassos

 

Übliche Form ist dabei, dass der Gläubiger das Inkassounternehmen damit beauftragen, die Forderung im Namen des Gläubigers einzutreiben. Dabei beginnt das Inkassounternehmen mit dem außergerichtlichen Inkassomahnverfahren. 

 

Beim außergerichtlichen Inkassomahnverfahren erhält der Schuldner zunächst ein Inkassoanschreiben. Unterbleibt eine Zahlung wird je nach Inkassounternehmen versucht, den Schuldner durch ein weiteres Schreiben oder direkten Telefonkontakt oder eine Zahlungsvereinbarung zur Begleichung der Forderung zu bewegen. 

 

In einem weiteren Schritt kann das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet werden. Bei dieser Form des Inkassos muss ein Anwalt hinzugezogen werden, da es sich beim gerichtlichen Mahnverfahren um eine Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) handelt. Der Anwalt beantragt hierbei zunächst einen Mahnbescheid gegen den Schuldner, der zu einem Erlass eines Vollstreckungsbescheids führen kann. Mit diesem wiederum kann die noch offene Forderungen gegen den Schuldner vollstreckt werden.

 

Vorteile des Inkassos

 

 

  • Die Kosten, die durch das Inkasso und damit durch die Beitreibung der Forderung entstehen, muss der Schuldner tragen. Zudem müssen beim zunächst außergerichtlichen Inkasso keine hohen Gerichts-, Rechtsanwalts- oder Gerichtsvollzieherkosten gezahlt werden.
  • Die Erfolgsquote liegt laut Angabe des Verbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen bei über 50 %.
  • Aufwände der Forderungsbeitreibung beim Gläubiger werden durch die Einschaltung eines Inkassounternehmens minimiert. 

 

Inkassounternehmen

 

Nicht jeder darf Inkassodienstleistungen anbieten. Inkassounternehmen stehen unter der Aufsicht des jeweiligen Präsidenten des regional zuständigen Landgerichts und müssen vor Tätigkeit bei diesem eine Erlaubnis beantragen, Inkasso betreiben zu dürfen.

 

Zudem dürfen Inkassounternehmen nur außergerichtlich tätig werden, da die gerichtliche Durchführung und Beratung allein Rechtsanwälten obliegt. Zu den außergerichtlichen Tätigkeiten gehören u.a. außergerichtliche Anschreiben, telefonische Forderungsbeitreibung, Einholung von Auskünften über den Schuldner.