Insolvenzlexikon

In unserem Insolvenzlexikon finden Sie die wichtigsten Begriffe zur Insolvenz und einem Insolvenzverfahren. Wenn Sie zu einem Begriff keine Erklärung oder nur eine unzureichende Erläuterung finden, lassen Sie es uns wissen: redaktion@stp-portal.de.

 

voheriger Begriff

Gläubigerausschuss

nächster Begriff

Das Insolvenzgericht und die Gläubigerversammlung können einen Gläubigerausschuss einsetzen. Es besteht keine Pflicht, einen Gläubigerausschuss zu berufen.
In Großverfahren wird häufig wird ein Gläubigerausschuss  bestimmt, um die Interessen aller Gläubiger zu vertreten.

Den Gläubigerausschuss bilden Vertreter der absonderungsberechtigten Gläubiger, der Kleingläubiger.und der Insolvenzgläubiger mit den höchsten Forderungen.

Arbeitnehmer sind zu beteiligen, wenn sie mit namhaften Lohnforderungen beteiligt sind.

Die Vertreter dieser Gruppen brauchen nicht selbst Gläubiger zu sein, sodass der Gläubigerausschuss auch mit externen Fachleuten (z. B. Anwälten) besetzt werden kann.

Seine Funktionen sind eher mit dem eines Aufsichts- oder Beirats im Gesellschaftsrecht zu vergleichen. Insofern übt er eine Überwachungs- und Unterstützungsfunktion aus. Grundsätzlich besteht kein Weisungsrecht gegenüber dem Insolvenzverwalter. Die für das Verfahren wesentlichen Entscheidungen werden durch die Gläubigerversammlung getroffen. 

Der Ausschuss entscheidet mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen.  Seine Mitglieder haften bei Pflichtverletzungen gegenüber den absonderungsberechtigten Gläubigern und den Insolvenzgläubigern auf Schadensersatz.

Die Mitglieder des Gläubigerausschusses haben einen Anspruch auf Vergütung ihrer Tätigkeit und auf Erstattung ihrer Auslagen.

Ein Mitglied des Gläubigerausschusses kann bei vorliegendem wichtigem Grund vom Insolvenzgericht entlassen werden.

 

 

 

Lesen Sie mehr zum Ablauf des Regelinsolvenzverfahrens

 

Begriffe mit dem Buchstaben

» G «

Gläubiger

Gläubiger ist im Rahmen eines Vertragsverhältnisses oder einer Geschäftsbeziehung diejenige Person, Firma, Kommune oder Land, der ein Anspruch (z. B. Zahlung eines Kaufpreises) gegen einen Schuldner zusteht.

Gläubigerausschuss

Das Insolvenzgericht und die Gläubigerversammlung können einen Gläubigerausschuss einsetzen. Es besteht keine Pflicht, einen Gläubigerausschuss zu berufen.
In Großverfahren wird häufig wird ein Gläubigerausschuss  bestimmt, um die Interessen aller Gläubiger zu vertreten.

Den Gläubigerausschuss bilden Vertreter der absonderungsberechtigten Gläubiger, der Kleingläubiger.und der Insolvenzgläubiger mit den höchsten Forderungen.

Arbeitnehmer sind zu beteiligen, wenn sie mit namhaften Lohnforderungen beteiligt sind.

Die Vertreter dieser Gruppen brauchen nicht selbst Gläubiger zu sein, sodass der Gläubigerausschuss auch mit externen Fachleuten (z. B. Anwälten) besetzt werden kann.

Seine Funktionen sind eher mit dem eines Aufsichts- oder Beirats im Gesellschaftsrecht zu vergleichen. Insofern übt er eine Überwachungs- und Unterstützungsfunktion aus. Grundsätzlich besteht kein Weisungsrecht gegenüber dem Insolvenzverwalter. Die für das Verfahren wesentlichen Entscheidungen werden durch die Gläubigerversammlung getroffen. 

Der Ausschuss entscheidet mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen.  Seine Mitglieder haften bei Pflichtverletzungen gegenüber den absonderungsberechtigten Gläubigern und den Insolvenzgläubigern auf Schadensersatz.

Die Mitglieder des Gläubigerausschusses haben einen Anspruch auf Vergütung ihrer Tätigkeit und auf Erstattung ihrer Auslagen.

Ein Mitglied des Gläubigerausschusses kann bei vorliegendem wichtigem Grund vom Insolvenzgericht entlassen werden.

 

 

 

Lesen Sie mehr zum Ablauf des Regelinsolvenzverfahrens

 

Gläubigerversammlung

Die Gläubigerversammlung besteht aus allen Gläubigern in einem Insolvenzverfahren und ist ebenso wie der Gläubigerausschuss ein Organ der Insolvenzgläubiger. Standardabstimmungen in der Gläubigerversammlung werden mit der Mehrheit der Forderungssumme(n) der anwesenden Gläubiger entschieden.

Günstigkeitsprinzip in Anwendung beim Insolvenzgeld nach § 185 SGB III

Bei einer eventuellen Kappung des Insolvenzgeldanspruches aufgrund Verdienstes über der Beitragsbemessungsgrenze kann der Arbeitnehmer die für ihn günstigeren Lohnbestandteile im Insolvenzgeld bescheinigen lassen, z. B. steuerfreie Bestandteile vor steuerpflichtigen Bestandteilen.

Arcandor-Insolvenz