Insolvenzlexikon

In unserem Insolvenzlexikon finden Sie die wichtigsten Begriffe zur Insolvenz und einem Insolvenzverfahren. Wenn Sie zu einem Begriff keine Erklärung oder nur eine unzureichende Erläuterung finden, lassen Sie es uns wissen: redaktion@stp-portal.de.

 

Als tatsächlichen Forderungsausfall bezeichnet man alle vom Kunden nicht beglichenen und auch durch ein Verfahren nicht einzubringende Forderungen - ob im Ganzen oder als Teil. Eine uneinbringliche Forderung ist stets ein tatsächlicher Forderungsausfall, weil beispielsweise das Verfahren oder die Zwangsvollstreckung mangels Masse eingestellt wurde und auch ein eventueller Bürge zahlungsfähig ist. Ursache für eine uneinbringliche Forderung kann auch der Todesfall des Schuldners sein.

Begriffe mit dem Buchstaben

» F «

Forderung

Gelder, auf die ein Unternehmen oder eine Person Anspruch hat, da die Leistung (z. B. Warenlieferung) schon erfolgt ist.

Forderungsanmeldung

Wird über das Vermögen eines Schuldners das Insolvenzverfahren eröffnet, kann der Gläubiger seine Ansprüche nur noch gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend machen.
Zu diesem Zweck wird er aufgefordert, durch die sog. Forderungsanmeldung seine Ansprüche dem Insolvenzverwalter gegenüber darzulegen und zu beziffern. Um die Abwicklung effizient zu gestalten, erfolgt die Datenerhebung meist standardisiert per Formular oder Interneteingabe.

 Weitere Informationen zur Forderungsanmeldung erhalten Sie in unserer Rubrik "Forderungsanmeldung". Dort finden Sie auch einen Assistenten zur Erstellung Ihrer Anmeldung.

Forderungsausfall

Als tatsächlichen Forderungsausfall bezeichnet man alle vom Kunden nicht beglichenen und auch durch ein Verfahren nicht einzubringende Forderungen - ob im Ganzen oder als Teil. Eine uneinbringliche Forderung ist stets ein tatsächlicher Forderungsausfall, weil beispielsweise das Verfahren oder die Zwangsvollstreckung mangels Masse eingestellt wurde und auch ein eventueller Bürge zahlungsfähig ist. Ursache für eine uneinbringliche Forderung kann auch der Todesfall des Schuldners sein.

Fortführung

Die Fortführung ist das Gegenteil der Liquidation eines Unternehmens, d. h. das Unternehmen wird nicht stillgelegt, sondern weitergeführt.

Fremdantrag

Ein Fremdantrag liegt begrifflich dann vor, wenn nicht der insolvente Schuldner, sondern ein Gläubiger den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellt.

Im Regelinsolvenzverfahren erfolgen Fremdantrag größtenteils durch die Sozialversicherungsträger, z. B. wegen nicht bezahlter Krankenkassenbeiträge.

 

Der Insolvenzantrag des Gläubigers ist nur zulässig, wenn

  • der Gläubiger ein rechtliches Interesse an der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat
    und
  • er seine Forderung und den Eröffnungsgrund glaubhaft macht.

 

Im Verbraucherinsolvenzverfahren kann bei einem Fremdantrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens keine Restschuldbefreiung gewährt werden.

 

Fälligkeit

Fällig ist eine Leistung in dem Zeitpunkt, in dem der Gläubiger zur Zahlungsaufforderung berechtigt ist. Normalerweise werden Forderungen sofort fällig. Die Zahlungsverpflichtung und damit die Fälligkeit kann allerdings verschoben werden. In diesem Fall spricht man von Stundung der Forderung.

Escada-Insolvenz