Arbeitnehmer - Rechte in der Insolvenz

 

Insolvenzantragstellung

Ist Ihnen Ihr Arbeitgeber Lohn oder Gehalt schuldig, sind Sie Gläubiger Ihres Arbeitgebers.

Hat dieser es nicht bereits selbst getan, haben auch Sie als Gläubiger die Möglichkeit, einen Antrag auf die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu stellen. Bedenken Sie aber, dass dieser Schritt  weitreichende Folgen für das Unternehmen hat.

 

Insolvenzgeld wird von der Agentur für Arbeit erst dann gezahlt, wenn das Insolvenzverfahren vom Gericht eröffnet wird oder aber die Eröffnung mangels Masse abgelehnt wird. Berücksichtigt wird dabei ein Zeitraum von drei Monaten, zeitlich davor liegende Gehaltsansprüche sind Insolvenzforderungen, die später allenfalls quotal befriedigt werden. Ggf. wird der Insolvenzverwalter versuchen, bereits während des Zeitraums der vorläufigen Verwaltung mit einer Bank eine Insolvenzgeldvorfinanzierung zu erreichen oder Ihnen zumindest bescheinigen, dass das Insolvenzgeld rückwirkend gezahlt wird.

 

Lohn und Gehalt

Hierzu lesen Sie bitte im Kapitel "Ihr Geld" weiter.

 

 

Kündigung

Über Kündigungsrechte und -fristen erfahren Sie mehr im Kapitel Arbeitsplatz und Kündigung.

 

 

Rückforderungen von Lohn/Gehalt durch den Insolvenzverwalter

Hat Ihnen Ihr Arbeitgeber kurz vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens noch Lohn/Gehalt ausbezahlt oder andere Gegenstände aus dem Vermögen des Unternehmens zukommen lassen, so können diese Leistungen nach dem Gesetz vom Insolvenzverwalter unter engen Voraussetzungen eventuell zurückgefordert werden um die Benachteiligung anderer Gläubiger zu vermeiden.
Tatsächlich wird in der Praxis von dieser Möglichkeit durch die Insolvenzverwalter kaum Gebrauch gemacht - vorrangiges Ziel des Insolvenzverwalters ist immer eine Fortführung bzw. Sanierung Ihres Betriebs und hierzu wird Ihre Arbeitkraft und Ihre Motivation weiter benötigt.

  

 

 

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