Direktzusage

 

Bei einer Direktzusage sagt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer  vertraglich eine Leistung, z.B. in Form einer monatlichen Rentenzahlung, zu. Um später die  zugesagte Leistung erfüllen zu können steht dem Arbeitgeber frei, wie er das dazu notwendige Kapital anlegt. Er kann betriebliche Rückstellungen dazu bilden oder sonstige „Sparmaßnahmen“ dafür treffen. Die von ihm später zu erbringenden Versorgungszusagen muss er unmittelbar aus dem Betriebsvermögen erbringen. Gesetzlich wurde hier auch keine Kontrolle durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht geregelt. Es gibt auch hier die Möglichkeit durch einen eigenen Beitrag per Gehaltsumwandlung den Anspruch auf spätere Leistungen zu erhöhen.

 

Unterstützungskasse

 

Der Arbeitgeber sagt dem Arbeitnehmer vertraglich eine Leistung, z.B. in Form einer monatlichen Rentenzahlung zu. Die Leistung wird dadurch finanziert, dass die monatlichen Beiträge durch den Arbeitgeber an eine Versorgungseinrichtung, der sogenannten Unterstützungskasse überwiesen werden. Die Beiträge können alleine vor Arbeitgeber gezahlt werden und/oder durch den Arbeitnehmer per Gehaltsumwandlung finanziert werden.

 

Mehr Infos hierzu finden Sie auch unter: bav-plattform.de 

 

Was passiert in einem Insolvenzverfahren mit Ihrer betrieblichen Altersvorsorge bzw. den rückständigen Beiträgen?

 

In der Insolvenzabwicklung spielt der Zeitpunkt einer entstandenen Forderung eine wichtige Rolle – vor allem für Sie als Arbeitnehmer, da Sie im Gegensatz zu allen anderen Gläubigern nicht nur Ihre Forderungen zur Tabelle anmelden können, sondern auch einen Anspruch auf Insolvenzgeld haben.  Deshalb haben wir dieses Thema unterteilt in 3 Phasen:

 

  • Rückständige Beiträge im Insolvenzgeldzeitraum
  • Rückständige Beiträge vor dem Insolvenzgeldzeitraum
  • Anspruchsberechtigter an der Versicherung/Leistung nach Insolvenzeröffnung und Insolvenzsicherung durch den PSVaG

  

 

1.    Rückständige Beiträge im Insolvenzgeldzeitraum

Die Vorschriften, nach denen Lohn-/Gehaltsbestandteile über Insolvenzgeld gezahlt werden dürfen, legt die Bundesagentur für Arbeit in der sogenannten Durchführungsanweisung für das Insolvenzgeld fest. Hier ist auch geregelt, welche Beiträge zur Betrieblichen Altersvorsorge über Insolvenzgeld gedeckt sind.

Prüfen Sie selbst anhand der Art Ihrer Versorgungszusage und unten aufgeführter Grafik, ob Ihre Beiträge durch die Agentur für Arbeit übernommen werden oder nicht:

 

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