Der Verlauf des Insolvenzverfahrens aus Sicht des Arbeitnehmers

 

Das Eröffnungsverfahren

 

Nach dem Eingang des Antrags auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens startet in der Regel das sog. Eröffnungsverfahren. Es endet mit der richterlichen Entscheidung darüber, ob die Insolvenz zu eröffnen ist oder nicht.

 

Der Gutachter

Das Insolvenzverfahren darf nur eröffnet werden, wenn die notwendigen Verfahrenskosten gedeckt sind und tatsächlich ein Insolvenzgrund vorliegt. Zweifelt das Gericht am Vorliegen einer dieser Voraussetzungen, kann es zunächst einen Gutachter bestellen, der dies prüft und sich einen Überblick über die finanzielle Situation des Unternehmens verschafft.

 

Diese Fragen muss allerdings auch der vorläufige Verwalter in einem Bericht am Ende des Eröffnungsverfahrens beantworten und eine Fortführungsprognose erstellen. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist also immer auch Gutachter.

 

 

Die vorläufige Insolvenzverwaltung

Noch vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens trifft das zuständige Insolvenzgericht angemessene Maßnahmen, um das Vermögen des Schuldners im Sinne der Gläubiger zu schützen. Dazu ordnet es häufig unmittelbar eine vorläufige Insolvenzverwaltung an. Die Anordnung des Gerichts erfolgt dabei in Form eines Beschlusses, in dem auch die Rechtstellung des vorläufigen Insolvenzverwalters bestimmt wird. Es kann aber auch weitere Sicherungsmaßnahmen wie z. B. die Beschlagnahme von Firmeneigentum oder die Untersagung von Zwangsvollstreckungen treffen.

Die wichtigsten Aufgaben des vorläufigen Insolvenzverwalters sind, das Vermögens des Unternehmens zu sichern und die Weiterführung des laufenden Betriebs. Der vorläufige Insolvenzverwalter führt - je nach Entscheidung des Gerichtes - mit oder anstelle des Unternehmers dessen Geschäfte vorläufig fort. Würde die Weiterführung zur Verringerung  Insolvenzmasse (d. h. der Unternehmenswerte) führen und somit der Verpflichtung des Insolvenzverwalters zur Sicherung des Vermögens widersprechen, stellt dieser mit Zustimmung des Insolvenzgerichts den Geschäftsbetrieb ein. Hierzu muss der Insolvenzverwalter einen entsprechenden Antrag vorlegen, in dem er die Gründe der Betriebseinstellung darlegt.

 

 

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