Folgen für das Unternehmen bei Insolvenz

Folgen für das Unternehmen bei Insolvenz

 

Was wird aus dem Unternehmen in der Insolvenz?

Die Betriebsänderung

Im Zuge des Insolvenzverfahrens ist es oft notwendig, Teile des Betriebs umzustrukturieren, einzustellen oder Personal abzubauen. In solchen Fällen spricht man von einer strukturellen Betriebsänderung. Dies kann für Sie beispielsweise bedeuten, dass Sie einen Änderungsvertrag mit neuem Jobprofil und anderem Gehalt angeboten bekommen.

 

Die Änderungsinteressen des Insolvenzverwalters und die Erhaltungsinteressen der Arbeitnehmer müssen gegeneinander abgewogen werden.

 

Ist in ihrem Unternehmen bereits ein Betriebsrat vorhanden und sind regelmäßig mehr als 20 für eine Betriebsratswahl wahlberechtigte Arbeitnehmer beschäftigt (dazu gehören alle Arbeitnehmer ab 18 Jahre, auch die Auszubildenden) muss der Insolvenzverwalter mit dem Betriebsrat einen Interessensausgleich und einen Sozialplan verhandeln.

 

Der Interessenausgleich ist eine Vereinbarung, in welcher Details der beabsichtigten Betriebsänderung einvernehmlich geregelt werden.

Der Sozialplan dient zum Ausgleich oder zur Milderung der wirtschaftlichen Nachteile, die Ihnen als Arbeitnehmer durch die bevorstehende Betriebsänderung entstehen. Für den Sozialplan darf maximal ein Drittel der zur Verfügung stehenden Masse verwendet werden und der Gesamtumfang darf eine Summe von 25 Bruttomonatsgehältern aller betroffenen Arbeitnehmer nicht übersteigen. Übersteigt der Gesamtbetrag diese Grenzen, so werden einzelne Forderungen anteilsmäßig gekürzt.

 

 

Der Betriebsübergang

Alternativ zu einer Zerschlagung oder Liquidation eines Unternehmens besteht die Möglichkeit, den Betrieb oder Teile davon an einen neuen Unternehmensträger zu übertragen. Bei dieser besonderen Art der Betriebsänderung gehen auch die Rechte und Pflichten aus bestehenden Arbeitsverhältnissen auf den neuen Träger über.

Der ehemalige oder neue Arbeitgeber ist zunächst dazu verpflichtet, Sie vollständig und ordnungsgemäß über den Betriebsübergang zu unterrichten.

 

Diese Unterrichtung muss in schriftlicher Form erfolgen und Angaben zu Zeitpunkt, Grund und rechtlichen sowie wirtschaftlichen Folgen enthalten, die sich aus dem Übergang für Sie ergeben.

 

Mit den Verpflichtungen aus den Arbeitsverhältnissen gehen auch alle Urlaubsansprüche auf den Betriebserwerber über. Er muss nicht nur für bestehende Urlaubsansprüche einstehen, sondern auch für den verfallenen Urlaubsanspruch aus der Zeit vor dem Betriebsübergang.

 

 

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