09.12.11 Die Wirtschaft des Jahres 2011 in Zitaten |
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Die markanten Wirtschaftszitate des Jahres 2011
«Ich dachte, es dürfte nicht allzu schwierig werden, dass 2011 ein weniger turbulentes Jahr als 2010 wird - aber vielleicht muss ich über diese Frage noch einmal nachdenken.»
(EU-Währungskommissar Olli Rehn im Januar zur anhaltenden Euro-Schuldenkrise.)
«E10 ist unser Stuttgart 21.»
(Peter Blauwhoff, Deutschlandchef des Mineralölkonzerns Shell, im März zur überwiegend ablehnenden Haltung der Autofahrer gegenüber dem Biosprit E10.)
«Ich finde es schöner, da auszusteigen als einzusteigen.»
(Commerzbank-Chef Martin Blessing im April auf die Frage, wie es sich anfühle, den Staat nach Rückzahlung der Staatshilfe wieder loszuwerden.)
«Und wenn mir danach ist, werde ich Mathematiklehrer in Neuseeland.»
(Der ehemalige Chef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, im April auf die Frage nach seinen Zukunftsplänen.)
«Wer keine Brücke will, kann auch keine Brückenmaut nehmen.»
(Eon-Chef Johannes Teyssen im Mai mit Blick auf die Brennelementesteuer und die Atomkraft als Brücke hin zu einem neuen Energiezeitalter.)
«Ich gehe davon aus, dass die Politik den Euro bis zur letzten Patrone verteidigt.»
(Talanx-Vorstandschef Herbert Haas im Mai auf die Frage, wie groß die Folgen eines Schuldenschnitts oder gar eines Euro-Ausstiegs Griechenlands für die deutsche Versicherungswirtschaft wären.)
«Scheitert der Euro, scheitert Europa.»
(Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Juni zum Beschluss der EU-Finanzminister über die Ausweitung des Euro-Rettungsfonds EFSF.)
«Ich bin ein Ökonom, habe Erfahrung als Gouverneur einer Zentralbank, war Finanzminister, war Exekutivdirektor beim IWF. Ich kenne mich rundum mit Staatsbankrotten aus.»
(Der mexikanische Notenbankchef Agustín Carstens, der sich um die Nachfolge an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) beworben hatte, im Mai über seine Qualifikation.)
«Wir werden unser Volk nicht vergiften.»
(Russlands Regierungschef Wladimir Putin verteidigt im Juni das russische Importverbot für EU-Gemüse, das im Zuge der EHEC-Erkrankungswelle ausgerufen wurde.)
«Es wird keine Pleite geben.»
(Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker im Juni über das schuldengeplagte Griechenland.)
«Viele Vorwürfe hatten einen wahren Kern.»
(Ergo-Chef Torsten Oletzky im August zu den zahlreichen Vorwürfen gegen die Versicherungsgruppe, die durch eine Sex-Party in Budapest mit Prostituierten als Belohnung für Versicherungsvertreter in die Schlagzeilen geraten war.)
«Unsere Aufgabe ist es nicht, die Märkte zu beruhigen.»
(Der deutsche Standard & Poor's-Manager Moritz Krämer im August zur Kritik an der Ratingagentur, sie habe mit der Herabstufung der US-Bonität die Börsen in Panik versetzt.)
«Sie darf sich nicht abhängig fühlen und sich am Nasenring durch die Manege führen lassen, von Banken, von Rating-Agenturen oder sprunghaften Medien.»
(Bundespräsident Christian Wulff im August mit Blick auf die Rolle der Politik bei der Bewältigung der Schuldenkrise.)
«Wir sind kein armes Land. Wir waren ein schlecht geführtes Land.»
(Der damalige griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou im September zur Lage seines krisengebeutelten Landes.)
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