Insolvenzverschleppung

Rechte und Pflichten des Unternehmens - Insolvenzverschleppung

Haftung wegen Insolvenzverschleppung - Was müssen Sie als Unternehmer berücksichtigen?

Ist die finanzielle Lage des Unternehmens möglicherweise kritisch, haben Sie dies zu überprüfen, um einer Insolvenzverschleppung vorzubeugen. Stellt sich bei dieser Prüfung heraus, dass das Unternehmen überschuldet oder zahlungsunfähig ist, so stehen Sie als Geschäftsführer in der gesetzlichen Pflicht,  innerhalb einer Frist von drei Wochen einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu stellen. Diese Frist darf auch nicht ohne wichtigen Grund ausgeschöpft werden.

Hinweis:
Zu beachten ist, dass die Insolvenzantragspflicht nicht mit Antragstellung eines Dritten erlischt, eine Insolvenzverschleppung droht weiterhin! Ein eigener Insolvenzantrag ist also auch zu stellen, wenn z.B. ein Sozialversicherungsträger bereits einen Antrag gestellt hat.

 

Die drei-Wochen-Frist zur Antragsstellung gilt auch im Falle einer beabsichtigten Sanierung  des Unternehmens. Das bedeutet, dass die Sanierungsmaßnahmen innerhalb dieser Frist durchzuführen sind und Erfolge zeigen müssen. Versäumen Sie es, den Antrag rechtzeitig zu stellen, machen Sie sich der Insolvenzverschleppung strafbar.  Außerdem machen Sie sich als Geschäftsführer gegenüber den Gläubigern der GmbH schadensersatzpflichtig.

 

Dabei besteht eine Schadensersatzpflicht gegenüber den Altgläubigern, also solchen, die ihre Forderungen schon vor der Insolvenzreife  erworben haben, in Höhe des sog. Quotenschadens. Zu ersetzen ist dabei so viel, wie bei rechtzeitiger Anmeldung der Insolvenz die Quote für die Altgläubiger betragen hätte. Der Quotenschaden ist nicht mit dem Schaden zu verwechseln, den die Gläubiger erleiden, deren Forderungen erst nach der materiellen Insolvenz entstehen (sog. Neugläubiger).

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