Insolvenzgründe

Insolvenzgründe

 

Gründe für die Insolvenz

 

Damit Sie überhaupt einen Antrag auf Insolvenz stellen können, muss einer der folgenden Gründe vorliegen:


1.    Überschuldung
2.    Zahlungsunfähigkeit
3.    Drohende Zahlungsunfähigkeit

1. Wann ist ein Unternehmen überschuldet?
Gemäß § 19 Abs. 2 InsO ist ein Unternehmen überschuldet, wenn das Vermögen die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, also die Bilanz nicht mehr ausgeglichen ist. In diesem Fall ist zu prüfen, ob eine Nachschusspflicht der Gesellschafter besteht. Keine Nachschußpflicht besteht bei OHG, KG, KGaA und AG.

 

2. Wann ist ein Unternehmen zahlungsunfähig?
Zahlungsunfähigkeit liegt gemäß § 17 der Insolvenzordnung bei Ihnen vor, wenn Sie Ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen innerhalb von vier Wochen nicht zu 90% erfüllen können. Fällige Zahlungsverpflichtungen sind dabei alle Geldschulden, die der Gläubiger sofort einfordern kann (Fälligkeit). Stellt man nun die Summe dieser Fälligkeiten der Summe aus flüssigen Mitteln und voraussichtliche Zahlungen der nächsten vier Wochen gegenüber, so lässt sich die Zahlungsfähigkeit erkennen.

3. Wann handelt es sich um eine drohende Zahlungsunfähigkeit?
Ihnen droht die Zahlungsunfähigkeit, wenn Sie in absehbarer Zukunft voraussichtlich nicht in der Lage sein werden, die bestehenden Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen. Dieser Antragsgrund ist freiwillig und bietet Ihnen die Möglichkeit, sich unter der Obhut der Insolvenz vor drohenden Zwangsvollstreckungen einzelner Gläubiger zu schützen. Somit erhöhen Sie Ihre Chance auf Sanierung.

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