19.03.12 Schmid: Risiko der Schlecker-Bürgschaft überschaubar |
Kategorie: Insolvenzverfahren |
Das Risiko einer Bürgschaft für einen Schlecker-Kredit ist für die Bundesländer nach Ansicht von Baden-Württembergs Finanzminister Nils Schmid (SPD) überschaubar.
Die Überbrückungshilfe sei über Schleckers Auslandsgesellschaften, die noch schwarze Zahlen schrieben, abgesichert, sagte Schmid am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». Er verstehe, dass die staatliche Förderbank fW jemanden brauche, der für den Überbrückungskredit für die sogenannte Transfergesellschaft für Mitarbeiter, die ihren Job
verlieren, haftet. Schmid könne sich grundsätzlich vorstellen, dass Baden-Württemberg bürge. Aber Bund und Länder müssten das gemeinsam bewerkstelligen.
Theoretisch müsse nicht unbedingt eine staatliche Bank die Schlecker-Weiterbeschäftigung finanzieren. Der Insolvenzverwalter sei auch mit Geschäftsbanken im Gespräch. «Aber es ist fraglich, ob sie so schnell bis Ende März eine Zwischenfinanzierung für diese
Transfergesellschaft hinbekommen», merkte Schmid an. Die müsse bis zum 31. März auf die Beine gestellt werden, denn dann endet nach dem Insolvenzrecht offiziell die Bezahlung der Schlecker-Frauen. In der Transfergesellschaft erhalten die Mitarbeiter vorübergehend weiter Gehalt und erhalten Hilfe bei Bewerbungen und Umschulungen.
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