Vermieterpfandrecht

Das Pfandrecht geht durch die Insolvenz nicht unter und kann im eröffneten Insolvenzverfahren geltend gemacht werden.

§ 50 Abs. 2 InsO regelt die Anwendung des Vermieterpfandrechts auf den Zeitraum der letzten 12 Monate vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Nicht umfasst sind Schadensersatzansprüche des Vermieters wegen vorzeitiger Beendigung des Mietvertrages nach § 109 InsO.

Die Geltendmachung des Vermieterpfandrechts begründet ein Absonderungsrecht. Das Verwertungsrecht steht hingegen gemäß § 166 Abs. 1 InsO allein dem Insolvenzverwalter zu.

 

Gegenüber den vom Mieter eingebrachten Gegenständen besteht aber ein Vermieterpfandrecht, das Sie als Absonderungsrecht gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend machen können. Beachten Sie aber, dass das Recht nicht an unpfändbaren Gegenständen des Mieters besteht („Tisch und Bett“) und auch Sicherungsrechte anderer Gläubiger diesem Vermieterpfandrecht vorgehen können.

Sie dürfen bei wahrgenommenen Pfandrecht  weder die Sachen aus dem Mietobjekt entfernen, noch können Sie der Entfernung widersprechen.

 

Machen sie von Ihrem einmaligen Vorschlagsrecht Gebrauch, wenn Ihnen die vom Insolvenzverwalter vorgeschlagene Verwertungsmöglichkeit mit dem zu erzielenden Preis zu gering erscheint.

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