Bürgschaft und Schadensersatz

Die Bürgschaft Dritter können Sie für alle Forderungen aus dem Mietverhältnis unabhängig von Insolvenzeröffnung und Kündigungszeitpunkt in Anspruch nehmen.

 

Keine Sicherheiten - Miete wird einfache Insolvenzforderung

Erfolgte die Kündigung des Mietverhältnisses zu einem Zeitpunkt vor Verfahrenseröffnung und ist keine Kaution vorhanden, mit der Sie aufrechnen können, so bleibt Ihnen für die rückständigen Mieten nur die Anmeldung zur Insolvenztabelle.

 

Schadensersatzansprüche wegen Zerstörung oder Beschädigung der Mietsache

Trat der Schaden vor Insolvenzeröffnung ein, so ist der Anspruch eine anzumeldende Insolvenzforderung.

In der Zeit zwischen Insolvenzeröffnung und Vertragsende wird die Forderung zur Masseverbindlichkeit. Die Obhutspflicht geht mit Verfahrenseröffnung auf den Insolvenzverwalter über. Der Schaden beruht auf der Verletzung der Obhutspflicht vgl. § 55 Absatz 1 Nr. 2 InsO.

 

Schadensersatz für außerordentliche Kündigung

Soweit der Gewerbemietvertrag für den Fall der außerordentlichen Kündigung eine Vertragsstrafe vorsieht, ist diese im Insolvenzfalle nicht wirksam.

 

 

Altlastenbeseitigung

Die durch Altlastenbeseitigung entstehenden Kosten stellen eine Insolvenzforderung dar. Die Insolvenzmasse haftet nur, wenn der Verwalter den Zustand durch ihm zuzurechnende Handlungen verursacht hat (BGH ZIP 2001, 1469).

 

Dokumentieren Sie bei Bekanntwerden des Insolvenzantrags und bei Verfahrenseröffnung den Zustand des Mietobjekts.

Sollten Kontaminationen erst nach Verfahrenseröffnung entstehen, können Sie  so beweisen, dass die Kosten der Beseitigung der Kontaminationen Masseverbindlichkeiten sind. Diese sind gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend zu machen.

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