Der Mieter ist in der Insolvenz

Die Insolvenzforderung wird nicht anerkannt

 

Wird Ihre Insolvenzforderung bestritten, verbleibt ihnen nur die Möglichkeit auf Feststellung zur Insolvenztabelle zu klagen. Hier gilt es vorher die Wirtschaftlichkeit der Klage zu prüfen, da diese selbst bei einer Feststellung zur Insolvenztabelle bestenfalls mit einer geringen Quote (durchschnittlich 2%-5%) befriedigt wird.

 

 

Die rechtliche Stellung des Insolvenzverwalters

Ein sogenannter „starker“ vorläufiger Insolvenzverwalter, kann Masseverbindlichkeiten begründen, d.h. die Mietschulden werden durch die Insolvenzmasse nach der Insolvenzeröffnung beglichen (sog. Masseforderung)

 

In der Regel wird aber vom Gericht nur ein so genannter „schwacher“ vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt, der den Verfügungen des Schuldners zuzustimmen hat. Er kann keine rechtsverbindlichen Zusagen bezüglich der Begleichung der Miete in Insolvenzzeitraum machen.

  

 

Die Mietzahlung bei einem schwachen vorläufigen Insolvenzverwalter sichern Sie, in dem Sie auf Barzahlung bestehen.

 

 

Lassen Sie sich vom Insolvenzgericht eine Kopie des Bestellungsbeschlusses zukommen, um  zu überprüfen können, ob ein "schwacher" oder ein "starker" vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt wurde.

Der Treuhänder im Verbraucherinsolvenzverfahren arbeitet unabhängig von Schuldner und Gläubiger. Er verfügt vollständig über das pfändbare Vermögen des Schuldners. Lesen Sie mehr zum Verbraucherinsolenzverfahren

 

Mietschuldenprozess 

Bei Klagen in der Insolvenz des Mieters muss geklärt sein, wer prozessführungsbefugt ist. Ein schwacher vorläufiger Insolvenzverwalter ist nicht prozessführungsbefugt. Nach der Insolvenzeröffnung ist der Insolvenzverwalter prozessführungsbefugt.

 

Rückholung von Mieten

Eines der stärksten Rechte des Insolvenzverwalters ist das Recht zur Anfechtung.

So kann er nach Verfahrenseröffnung Befriedigungsabreden, geleistete Zahlungen etc.  von vor der Insolvenzeröffnung anfechten. Auch kurz vor Insolvenzantragsstellung überwiesene Mietzahlungen können so zugunsten der Insolvenzmasse zurückgeholt werden; Sinn und Zweck dieser in der Insolvenzordnung (InsO) geregelten Maßnahme ist die Gleichbehandlung aller Gläubiger.

 

Ihr Eigentum ist vom Grundstück oder aus der Mietswohnung verschwunden? 


Wurden vom vorläufigen schwachen Insolvenzverwalter die eingebrachten Sachen des Mieters vom Grundstück entfernt, können Sie innerhalb eines Monats nach Kenntnis klagen, um die Enthaftung der eingebrachten Sachen des Mieters bis zur Verfahrenseröffnung zu vermeiden. Verklagt werden muss in einem solchen Fall der Mieter.