Der Mieter ist in der Insolvenz

Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens sind auch Mietverhältnisse betroffen.

Hier erfahren Sie, welche ansprüche Sie als Vermieter in der Insolvenz des Mieters geltend machen können.

Grundsätzliche Informationen zum Forderungsausfall im Insolvenzverfahren finden Sie hier.

Grundsätzlich gilt gem. § 108 Abs. 1 InsO, dass Mietverträge insolvenzfest sind, d.h. Mietverhältnisse bestehen fort. Sinn dieser Regelung ist es, Vorteile für die Insolvenzmasse zu erzielen. Der Vermieter ist also kraft Gesetz gezwungen, die Mietsache weiter zur Gebrauchsüberlassung zur Verfügung zu stellen

 

Beispiel:

 

Unternehmer A betreibt in einem angemieteten Gebäude sein Geschäft. Dürfte bei A´s Insolvenz der Vermieter V kündigen, so gingen alle Folgekosten (neue, ggf. höhere Miete, Umzug, Renovierungskosten, Geschäftsausfall etc.) zu Lasten der Insolvenzmasse . Eine Fortführung des Betriebes wäre erschwert, wenn nicht sogar unmöglich.

 

 

Ansprüche des Vermieters in der Insolvenz des Mieters.

Hier sind Verfahrenszeitpunkt und Art des Anspruchs maßgebend.

Die Insolvenzordnung unterscheidet zudem zwischen den folgenden Gläubigergruppen:

 

·  die Insolvenzgläubiger (§ 38 InsO), durchschnittliche Anspruchsbefriedigung 

   mit 2% bis 5%

·  die Massegläubiger (§ 53 InsO)

·  die Aussonderungsgläubiger ( § 47 InsO)

·  die Absonderungsgläubiger (§ 49 InsO)

·  nachrangige Insolvenzgläubiger (§ 39 InsO), fällt in der Regel ganz aus der

   Befriedigung raus

 

Miete vor Beginn des Insolvenzverfahrens

Mietschulden aus der Zeit vor Beginn des Insolvenzverfahrens kann durch den Vermieter nur als Insolvenzgläubiger nach § 38 InsO geltend gemacht werden ( sog. Insolvenzforderung).

 

Melden Sie Ihre Forderung über unseren Forderungsassistenten umgehend und kostenlos an.

 

 

Miete vor Eröffnung des Verfahrens

In der Phase zwischen Stellung des Insolvenzantrags bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufgelaufene Mietschulden müssen Sie zur Forderung anmelden (sog. Insolvenzforderung), es sei denn, es liegt ein seltener Fall von sogenannter starker vorläufiger Verwaltung vor.

 

Betriebskostennachzahlung

Betrifft der Abrechnungszeitraum die Zeit vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens, handelt es sich  um eine einfache Insolvenzforderung, die Sie zur Tabelle anmelden

 

Unser Rat

Ab jetzt: Zwischenablesungen

Nehmen Sie Zwischenablesungen der verbrauchsabhängigen Betriebskosten insbesondere zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung vor, um später bei der Abrechnung diese einfacher in der Forderungsanmeldung als Insolvenzforderung oder Masseforderung anmelden zu können.

 

Unterlassene Schönheitsreparaturen

Vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens handelt es sich um Insolvenzforderungen, die zur Insolvenztabelle anzumelden sind.  

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