So schützen Sie sich

Im Falle von Zahlungsverzug

 

Laut Gesetz (§ 286 (2) BGB) sind Mahnungen nicht (mehr) notwendig. Dennoch kann eine Mahnung im Rahmen eines gezielten Forderungsmanagements hilfreich sein. Vor einer Mahnung sollten Sie sich stets intern vergewissern, ob Ihre Lieferung vollständig erfolgte und dass kein Buchungsfehler vorliegt.

 

Zahlungserinnerungen und Mahnungen geben Ihren Kunden einen vorsichtigen "Wink mit dem Zaunpfahl" und motivieren sie somit zur Zahlung der Rechnung, ohne dass sie Ihr Unternehmen in schlechter Erinnerung behalten. Dabei kann es sinnvoll sein, die Kunden in verschiedene Kategorien einzuteilen. So erhalten Kunden der Kategorie B beispielsweise drei Mahnungen in zweiwöchigen Abständen, Kunden der Kategorie A nur eine Zahlungserinnerung und eine Mahnung. Im manchen Fällen kann zudem eine telefonische Mahnung hilfreich sein, die durch den persönlichen Kontakt oftmals erfolgreicher ist.

Falls der säumige Kunde behauptet, er habe nie eine Rechnung erhalten und wünsche eine Kopie, stellen Sie eine möglichst umgehende Sendung über Fax sicher und vereinbaren Sie eine kurzfristige Zahlung. Lässt sich der Kunde nicht darauf ein, handelt es sich dabei höchstwahrscheinlich um die Anwendung einer gängigen Verzögerungstaktik. Falls der Zahlungsverzug weiterhin bestehen bleibt, ist es für Sie als Unternehmer sinnvoll, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um Ihre Liquidität nicht zu gefährden.

 

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Die Ursache, mit äußerst ungünstiger Prognose für Ihre offenen Rechnungen, ist die drohende Kundeninsolvenz. Diese kommt aber in den seltensten Fällen von heute auf morgen, sondern bahnt sich mit zahlreichen Warnsignalen an: Rechnungen werden erst bei fortgeschrittener Mahnstufe bezahlt, der Hauptansprechpartner ist auffallend oft nicht erreichbar, auf Geschäftsführungsebene und beim Personal gibt es starke Fluktuationen.

 

Sollte Ihr Forderungsausfall aufgrund der Insolvenz eines Kunden eintreten, sichern Sie Ihren Forderungsanspruch, indem Sie sich als Gläubiger beim gerichtlichen Insolvenzverfahren anmelden. Im Kapitel "Das sollten Sie tun" erfahren Sie detailliert, welche Sofortmaßnahmen Sie ergreifen sollten, um einen tatsächlichen Forderungsausfall abzuwenden.

 

Hinweis:

Mahnungen können hilfreich sein, um Zahlungsverzögerungen zu verkürzen. Teilen Sie Ihre Kunden dazu in unterschiedliche Kategorien ein, um normalerweise zuverlässige Stammkunden nicht mit einer Mahnwelle zu verärgern.

 

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