Nicht noch mehr Verluste! So holen Sie die Umsatzsteuer nach einem Forderungsausfall zurück

Die Rechnung ist gestellt, die Umsatzsteuer längst an das Finanzamt abgeführt. Nur der Kunde zahlt und zahlt nicht. Wie Sie die gezahlte Umsatzsteuer zurückfordern können, erfahren Sie hier.

 

Ihnen steht der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen V R 13/04)  und § 17 Absatz 2 des Umsatzsteuergesetzes zur Seite.

Weisen Sie die Uneinbringlichkeit der Forderung nach

Voraussetzung für die Rückzahlung der Umsatzsteuer durch das Finanzamt ist die "Uneinbringlichkeit" der Forderung.

Dazu müssen Sie zweifelsfrei belegen, dass mit einer Zahlung durch den Kunden nicht mehr zu rechnen ist. In der Regel bedeutet dies, dass Sie nachweisen müssen, die Beitreibung z.B. im gerichtlichen Mahnverfahren versucht zu haben.

 

Als Nachweise gelten auch:

  • Bestätigung der Insolvenzeröffnung des Schuldners
  • Offenbarungseid des Schuldners
  • Erfolglose Pfändung durch das Amtsgericht
  • Bestreiten der Forderung durch den Schuldner mit Hilfe einer Klage

 

Diese Regelung gilt selbstverständlich auch bei:

  • Unauffindbarkeit des Schuldners
  • Bestrittener Gegenforderung; Sie erkennen eine Gegenforderung nicht an
  • Verjährung der Forderung
  • Tod des Schuldners ohne Erben

 

Wie Sie das ganze in Ihrer Buchhaltung berücksichtigen müssen, können Sie in unserem Leitfaden „Bewertung von Forderungen - Wertberichtigung von Insolvenzforderungen“ nachlesen.