Sicherungsrechte wahrnehmen: Die Aussonderung

Als aussonderungsberechtigter Gläubiger sind Sie streng genommen kein Insolvenzgläubiger, Sie können aber den von Ihnen besicherten Gegenstand vom Insolvenzverwalter herausverlangen
Machen Sie dies rechtzeitig, damit der Insolvenzverwalter nicht versehentlich Ihren Gegenstand weiterveräußert.

Dies betrifft meist einfache Eigentumsvorbehaltsrechte von Lieferanten oder Miet- und Leasingverträge.

 

Der Insolvenzverwalter prüft Ihre Ansprüche und veranlasst die Freigabe aus dem Insolvenzbeschlag. Sie können dann nach Absprache Ihre Gegenstände abholen.
Während der vorläufigen Insolvenz besteht in der Regel kein Anspruch auf Aussonderung, es sei denn, es handelt sich um verderbliche Ware, oder sonstige zwingende Gründe für eine vorzeitige Freigabe liegen vor.

 

Eventuell können Sie, wiederum nach Rücksprache mit dem Insolvenzverwalter, Ihre Gegenstände kennzeichnen und separat lagern, damit eine Verwechslung mit dem Insolvenzbeschlag vermieden wird.

 

  • Beispiel für aussonderungsberechtigte Gläubiger

Sie haben Ihren Lieferwagen zur Reparatur in die Werkstatt gegeben. Bevor Sie ihn wieder abholen, wird das Insolvenzverfahren über die Werkstatt eröffnet. Sie können vom Insolvenzverwalter den Wagen  herausverlangen. Kostenbeiträge können nicht erhoben werden.

 

 

Ob nach Überprüfung der von Ihnen gelieferten Gegenstände eine Vereinbarung über die weitere Verwertung erfolgt, oder ein Verwertungsverbot ausgesprochen wird, müssen Sie mit dem Insolvenzverwalter regeln.