Maßnahmen bei Forderungsausfall

 

Forderungsausfall bei privaten Schuldnern

 

Melden Sie Ihre Forderung zur Insolvenztabelle an!

Wird das Insolvenzverfahren eröffnet, gibt es eine in der Insolvenzordnung (InsO) geregelte Gesamtvollstreckung, die von dem durch das Insolvenzgericht eingesetzten Insolvenzverwalter durchgeführt wird. ´
Damit ist gleichzeitig die Zwangsvollstreckung des einzelnen Gläubigers ausgeschlossen.

Wurden Sie vom Schuldner als Gläubiger angegeben, erhalten Sie vom Insolvenzverwalter den Insolvenzeröffnungsbeschluss und werden aufgefordert, Ihre Forderungen innerhalb einer bestimmten Frist anzumelden. Diese Anmeldefrist muss sich auf mindestens zwei Wochen und maximal drei Monate belaufen.

  

Auch wenn Sie nicht angeschrieben wurden, aber anderweitig vom Insolvenzverfahren erfahren haben, können Sie Ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden.

 

Verpassen Sie diese Frist, können Sie Ihre Forderungen auch noch nachträglich anmelden.


Bei verpasster Frist laufen Sie  Gefahr Kosten für einen zusätzlichen Prüfungstermin zahlen zu müssen oder nach der Schlussverteilung keine Auszahlung mehr zu erhalten.

 

Bei wesentlichen Änderungen der Anmeldung, wie dem Schuldgrund oder der Höhe der Forderung, müssen Sie Ihre Forderung neu anmelden. Die notwendigen Formulare für diese Anmeldung erhalten Sie ebenfalls beim Insolvenzverwalter.

 

Weiterer Verlauf des Verfahrens
Nachdem Sie Ihre Forderung angemeldet haben, sollten Sie eine Antwort innerhalb von drei Monaten nach dem Prüftermin erhalten.
Ggf. erhalten Sie mit der Insolvenzeröffnung auch die Zugangsdaten zu einem System, bei dem Sie sich über das Internet über den Stand Ihrer Forderungsanmeldung informieren können (z.B. Gläubiger-Informations- System GIS).

 

Keine Reaktion? Fragen Sie nach.
Erfolgt keine Reaktion, so sollten Sie beim Insolvenzverwalter nachfragen und eventuell einen Tabellenauszug anfordern, sowie Informationen zur voraussichtlichen Laufzeit und Quotenaussicht.

 

Daten halbjährlich prüfen 

Da sich Insolvenzverfahren bis zur Auszahlung der Quote und dem Schlusstermin über Jahre hinziehen können, ist es sinnvoll, sich eine Wiedervorlage in halbjährlichem Intervall zu legen.

zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | ... hier bitte weiterblättern

....................................................................................................................................................................

 

Forderungen gegen Unternehmen

Von Gerichtsvollzieher und Titeln - oder wie pfänden Sie?

Zwangsvollstreckung: Eidesstattliche Versicherung


zurück zur Übersicht