Maßnahmen bei Forderungsausfall

 

Forderungsausfall bei privaten Schuldnern

 

Zwangsvollstreckung - Durchsetzung Ihrer Forderungen

Sind Ihre Forderungen mittels Urteil festgestellt worden und rechtskräftig, handeln Sie umgehend und setzen Sie Ihre Forderungen mithilfe von Zwangsvollstreckung per Vollstreckungstitel durch.

Bei dieser sog. Einzelzwangsvollstreckung zählt das Prinzip: Der Schnellste gewinnt.

Beispiel für eine Einzelzwangsvollstreckung ist die Pfändung.
Ihnen sicherlich bekannt ist die Taschenpfändung, d. h. der Gerichtsvollzieher lässt sich die Taschen/Geldbörse zeigen. In der Praxis wesentlich effektiver ist die Forderungs- oder Gehaltspfändung. Hier pfänden Sie z. B. den pfändbaren Anteil des Gehalts.

 

 

Vergleich und Schuldenbereinigungsplan - so handeln Sie als Gläubiger

 

Ist ein Verbraucherinsolvenzverfahren Ihres Schuldners in Vorbereitung, wird Ihnen von Schuldnerberatern oft ein Vergleich angeboten oder ein außergerichtlicher Schuldenbereinigungsplan zugeschickt.

Inhalt ist jeweils ein Verzicht auf einen Teil Ihrer Forderungen. Prüfen Sie - ggf. unter Zuhilfenahme eines Rechtsanwalts - genau, ob dieser Vergleich oder der Schuldenbereinigungsplan für Sie günstig ist.

Sind Ihre Sicherheiten (z. B. Gehaltspfändung ) richtig berücksichtigt worden? Haben bei einem Schuldenbereinigungsplan alle Gläubiger mit einer vergleichbaren Rechtssituation (z. B. ungesichert oder mit verlängertem Eigentumsvorbehalt gesichert) den gleichen Vorschlag bekommen oder werden Sie benachteiligt?

 

Akzeptieren Sie den vorgeschlagenen Plan, so bauen Sie sich Sicherheiten für den Fall des Scheiterns ein. Ihr Vorschlag könnte lauten: "Der Gläubiger kann den Vertrag kündigen, wenn volle zwei Raten ausstehen und er den Schuldner erfolglos zur Zahlung innerhalb von vier Wochen aufgefordert hat."

 

Gläubiger können Plan scheitern lassen

Stimmt im außergerichtlichen Einigungsversuch auch nur ein Gläubiger nicht zu, oder betreibt weiter die Zwangsvollstreckung, gilt der Versuch als gescheitert.

 

 

Oft ist diese Möglichkeit besser als das dann drohende Insolvenzverfahren. Das gilt insbesondere dann, wenn der Schuldner von anderer Seite - z. B. von Familienangehörigen - Geld zur Verfügung gestellt bekommt, das bei einem Insolvenzverfahren nicht vorhanden wäre.

 

Kosten des Insolvenzverfahrens mindern das Vermögen des Schuldners

Bedenken Sie, dass im Falle der Insolvenzeröffnung Verfahrenskosten, d. h. Gerichtskosten und die Verwaltervergütung, vor den Gläubigeransprüchen der Insolvenzgläubiger befriedigt werden und so einen Teil der zur Verfügung stehenden Masse aufzehren.

 

 

 

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Forderungen gegen Unternehmen

Von Gerichtsvollzieher und Titeln - oder wie pfänden Sie?

Zwangsvollstreckung: Eidesstattliche Versicherung

 

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