Ablauf des Regelinsolvenzverfahrens

 

Eröffnungsbeschluss

Das Insolvenzgericht eröffnet das Verfahren (bei Vorliegen der genannten Voraussetzungen) und setzt einen Insolvenzverwalter ein.

Mit der Eröffnung geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf den Insolvenzverwalter über.

Funktional zuständig bei Gericht ist ab der Insolvenzeröffnung der Rechtspfleger.

 

Die Gläubiger werden mit dem Beschluss zur Geltendmachung ihrer Forderungen und Sicherungsrechte innerhalb einer vorgegebenen Frist aufgefordert (§ 28 InsO).

 

Weiterhin werden der Berichtstermin und der Prüfungstermin festgelegt.

 

Berichtstermin

Erster Termin für eine Gläubigerversammlung.

Vor dem Berichtstermin erstellt der Insolvenzverwalter eine Vermögensübersicht (§§ 151 ff. InsO). 

In der Gläubigerversammlung berichtet er über die Insolvenzgründe und die wirtschaftliche Lage sowie die Möglichkeit einer Betriebsfortführung/eines Insolvenzplanes (§ 156 Abs. 1 InsO). Es wird von der Gläubigerversammlung  über Fortführungen - Liquidation - Stilllegung entschieden (§ 29 Abs. 1 Satz 1 InsO).

 

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Hinweis:

Regelmäßig erscheinen nur wenige Gläubiger zum Gerichtstermin. Jedoch können sie hier den  Gang des Verfahrens mitbestimmen - (durch ihre angemeldeten Forderungen besitzen sie ein Stimmrecht).

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Stimmrechte auf der Gläubigerversammlung

gewähren die nicht vom Insolvenzverwalter oder einem anderen stimmberechtigten Gläubiger bestrittenen Summen der Forderungsbeträge ( § 77 I InsO).

Ein Gläubiger mit einer höheren Forderung hat danach ein größeres Mitspracherecht als ein Gläubiger mit einer kleineren Forderung.

 

Nachrangige Insolvenzforderungen sind nicht stimmberechtigt. Für die Abstimmung über einen Insolvenzplan und die Abwahl des Insolvenzverwalters gelten allerdings Besonderheiten bei der Abstimmung.

 

 

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