Ablauf des Regelinsolvenzverfahrens

 

Verteilungen

Soweit genügend Masse vorhanden ist und die Masseverbindlichkeiten bezahlt sind, finden Verteilungen an Insolvenzgläubiger statt. Dies geschieht dann regelmäßig in Form einer Schlussverteilung (§ 196 InsO), in Ausnahmefällen auch schon vorab durch eine Abschlagsverteilung (§ 187 Abs. 1 InsO), soweit genug Barmasse vorhanden ist.

Verteilungen

Die Schlussverteilung auf Grundlage eines vom Insolvenzverwalter erstellten Schlussverzeichnisses erfolgt mit Zustimmung des Insolvenzgerichts (§ 196 InsO). Bei Zustimmung wird vom Gericht ein Schlusstermin (§ 197 InsO) angesetzt, der zur Erörterung der Schlussrechnung des Insolvenzverwalters und gegebenenfalls zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlussverzeichnis dient.

 

Erst danach erfolgen die eigentlichen Zahlungen an die Insolvenzgläubiger. Nach Vollziehung der Schlussverteilung wird das Insolvenzverfahren aufgehoben (§ 200 InsO).

 
In seltenen Fällen kommt es nach dem Schlusstermin noch zu Nachtragsverteilungen, wenn wider Erwarten noch Insolvenzmasse aufgefunden wird (§ 203 InsO).

 

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Hinweis:

Was passiert bei einer juristischen Person nach der Aufhebung des Regelinsolvenzverfahrens?
Durch die Durchführung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft ist kein Gesellschaftsvermögen mehr vorhanden und die Gesellschaft wird im Handelsregister von Amts wegen gelöscht (§ 141a FGG).

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Die Quote ist ausbezahlt was nun ?

Mit der ausgezahlten Quote erlöschen die Forderungen der Gläubiger in Höhe der ausgezahlten Quote.

Theoretisch haben Sie als Gläubiger nun das Recht auf den nicht erloschenen Teil der Forderung. Sie können sich einen vollstreckbaren Auszug aus der Tabelle erteilen lassen, aus dem Sie, wie aus einem Urteil, die Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner betreiben können.

Da in der Praxis allerdings bei einer Personen- oder Kapitalgesellschaft oder einer juristischen Person nach einem durchgeführten Insolvenzverfahren in der Regel kein Vermögen mehr vorhanden ist, bzw. eine Kapitalgesellschaft im Handelsregister erlischt, ist dieses Recht grundsätzlich rein theoretischer Natur.

 

 

Ist Ihr Schuldner eine natürliche Person, der Restschuldbefreiung erteilt worden ist, so sind sämtliche in der Insolvenztabelle aufgenommenen Forderungen mit Auszahlung der Quote bzw. mit Erteilung der Restschuldbefreiung, endgültig erloschen. Eine Ausnahme gibt es nur für die Forderungen, bei denen eine unerlaubte Handlung vorgelegen hat, die auch in der Insolvenztabelle protokolliert worden ist.

 

 

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