Das Verfahrensende

Mit der Schlussverteilung endet jegliche Möglichkeit der Gläubiger Forderungen geltend zu machen. Es können weder Rechtsmittel gegen die Erlösverteilung eingelegt, noch können Bereicherungsansprüche gegen die von der Ausschüttung begünstigten Gläubiger geltend gemacht werden.

 

Aufhebung des Verfahrens

 

Unmittelbar an die Schlussverteilung schließt sich die Aufhebung des Verfahrens durch das Insolvenzgericht an.

 

Zwei Tage nach Veröffentlichung wird der Aufhebungsbeschluss wirksam. Alle mit dem Insolvenzverfahren verbundenen Ämter sind damit aufgehoben. Der Schuldner erhält die volle Verfügungsmacht über sein verbliebenes Vermögen zurück. Zur Löschung des Insolvenzvermerks ergeht der Aufhebungsbeschluss auch an das Registergericht und das Grundbuchamt

 

 

Was passiert bei einer juristischen Person nach der Aufhebung des Regelinsolvenzverfahrens?

Durch die Durchführung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft ist kein Gesellschaftsvermögen mehr vorhanden und die Gesellschaft wird im Handelsregister von Amts wegen gelöscht (§ 141a FGG).

 

 

Die Quote ist ausbezahlt was nun?

Mit der ausgezahlten Quote erlöschen die Forderungen der Gläubiger in Höhe der ausgezahlten Quote.

 

Nachforderungen geltend machen?

Theoretisch haben Sie als Gläubiger nun das Recht auf den nicht erloschenen Teil der Forderung. Sie können sich einen vollstreckbaren Auszug aus der Tabelle erteilen lassen, aus dem Sie, wie aus einem Urteil, die Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner betreiben können.

Da in der Praxis allerdings bei einer Personen- oder Kapitalgesellschaft oder einer juristischen Person nach einem durchgeführten Insolvenzverfahren in der Regel kein Vermögen mehr vorhanden ist, bzw. eine Kapitalgesellschaft im Handelsregister erlischt, ist dieses Recht rein theoretischer Natur.

 

Restschuldbefreiung

Ist Ihr Schuldner eine natürliche Person, der Restschuldbefreiung erteilt worden ist, so sind sämtliche in der Insolvenztabelle aufgenommenen Forderungen mit Auszahlung der Quote bzw. mit Erteilung der Restschuldbefreiung, endgültig erloschen.

 

Die Ausnahme: unerlaubte Handlungen

Eine Ausnahme gibt es nur für die Forderungen, bei denen eine unerlaubte Handlung vorgelegen hat, die auch in der Insolvenztabelle protokolliert worden ist. Diese Forderungen erlöschen mit Erteilung der Restschuldbefreiung nicht.