Entwicklung der Schuldnerberatung

Entwicklung der Schuldnerberatung

Schuldnerberatung ist eine noch recht junge Profession, die erste  Stelle dieser Art wurde vor 30 Jahren geschaffen.

 

Seit vielen Jahren sind bereits Bestrebungen der Wohlfahrtsverbände im Gange, ein einheitliches Berufsbild zu konzipieren. Auch gibt es  bereits detaillierte Funktions- und Tätigkeitsbeschreibungen, bezüglich mancher Einzelfragen fehlt allerdings noch der notwendige Konsens.

 

Schuldnerberatung hat sich als Arbeitsfeld  der sozialen Arbeit etabliert. Dort wurde erstmals in den 1970er Jahren Verschuldung als gesellschaftliches Problem erkannt und in der Öffentlichkeit thematisiert. Die sprunghafte damalige Vergabe von Verbraucherkrediten und erste wirtschaftliche Krisensituationen mit beginnender Arbeitslosigkeit führten erstmals zu dem (heutzutage schon als „gesellschaftsfähig“ angesehenen) Phänomen der Dauer-Überschuldung weiter Bevölkerungskreise. Alsbald setzte ein Boom in Ausbau der Schuldnerberatung ein, welcher allerdings trotz der bis vor wenigen Jahren stark zunehmender Arbeitslosenquote derzeit wieder leicht rückläufig ist. 

Schuldnerberatung als Arbeitsfeld der sozialen Arbeit  setzt i.d.R. als Grundausbildung ein Studium der Sozialpädagogik voraus. Einige Schuldnerberater kommen aber auch aus anderen Berufsfeldern (Juristen, Kaufleute, Ökotrophologen) oder verfügen gar über eine Doppelausbildung.

 

Aus Sicht der Sozialarbeit ist bei Verschuldung eine ganzheitliche Sichtweise notwendig, welche sich nicht ausschließlich auf die Regulierung der finanziellen Fragen richten sollte. Man geht davon aus, dass Verschuldung häufig weitere Probleme verursachen (z.B. in der Ehe, am Arbeitsplatz, bei der Teilnahme am kulturellen Leben) und gravierende Selbstwert- und Statusprobleme zur Folge haben kann. Der von den Gläubigern bei der Forderungsbeitreibung ausgeübte Druck sowie die Konfrontation mit gerichtlichen Schreiben lösen zusätzlich stark belastende Verunsicherungen und Ängste bei Schuldnern aus.

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