Ruhe in Unfrieden – GmbH Totengräber und Unternehmensbestatter †††

Die Versuchung ist groß; das eigene Unternehmen steckt in einer handfesten  Krise kurz vor der Insolvenz. Da bieten sich "Unternehmenssanierer" an, die von "sofortiger Entlastung des Geschäftsführers", "risikoloser Liquidation" oder "garantierter Übernahme aller Verbindlichkeiten" sprechen.

 

 

Achtung: Vor der Inanspruchnahme derartiger Dienstleister ist ausdrücklich und aufs Schärfste zu warnen!!!

 

Diese "Berater" treten oft betont seriös auf- einziges Ziel ist jedoch einen möglichst großen finanziellen Gewinn aus der Not des Geschäftsführers/Unternehmers zu schlagen.

 

 

Die Vorgehensweise

Der „Sanierer“ bietet dem in Not geratenen Unternehmer an, einen Käufer für sein krisengeschütteltes Unternehmen zu finden. Zunächst wird ein stattliches Beraterhonorar fällig. Nach taktischem Abwarten seitens des „Sanierers“ wird in letzter Minute ein Käufer gefunden. Dieser sitzt meistens im Ausland und benötigt angeblich eine verlustbringende deutsche Firma.

Der bisherige Geschäftsführer der GmbH wird abbestellt und durch einen neuen Geschäftsführer, meist aus einem anderen Land, ersetzt. Je nach krimineller Energie seitens des Bestatters wird dieser Vorgang mehrmals wiederholt um Spuren zu verschleiern. Diese Geschäftsführerwechsel werden ordnungsgemäß von einem Notar beurkundet.

 

Parallel hierzu werden alle Dokumente des alten Unternehmens beiseite geschafft. Meist werden diese nicht vernichtet, um bei Bedarf etwas Unverfängliches vorlegen zu können. Es darf im Unternehmen nichts gefunden werden, was beweisen könnte, dass die Firma zum Zeitpunkt der Übertragung bereits insolvent war.

 

Der Unternehmenssitz wird u.U. ins Ausland oder innerhalb Deutschlands in ein weit entferntes Bundesland verlegt, um Gläubiger besser abschütteln zu können und diesen den Zugriff auf noch vorhandene Vermögenswerte zu erschweren. Oder das vom verkauften Unternehmen angemietete Objekt wird von einer anderen Firma des Sanierers weiter genutzt (die Mietzahlung angeblich an den im Ausland befindlichen Käufer).

 

Gleichzeitig werden vorhandene Vermögenswerte (Firmenwagen, Computer, etc.) vom Käufer liquidiert.

 

Die Kosten 

Die Suche nach einem „Käufer“ wird in der Regel mit 10.000- 15.000 Euro berechnet. Für den Verkauf werden vom Verkäufer zwischen 5.000- 15.000 Euro Honorar-, Anwalts-, und Handlingkosten verlangt.

 

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