Konzerninsolvenz- die Inlandswirkung einer Auslandsinsolvenz

Für internationale Konzerninsolvenzen bestehen keine international übergreifenden gesetzlichen Regelungen. Innerhalb der EU gilt zwar die Europäische Insolvenzordnung (EuInsVO) diese enthält jedoch auch keine Regelungen zur Konzerninsolvenz.

Entscheidend ist der rechtliche Status innerhalb des Konzerns; ist die deutsche Tochter ein selbstständiges Unternehmen hat das Insolvenzverfahren der ausländischen Mutter zunächst keine direkten rechtlichen Auswirkungen.

Wirtschaftliche Effekte (Kredite seitens der Muttergesellschaft werden nicht zurückgezahlt, Forderungen der Tochter gegenüber der Mutter fallen aus) können jedoch eine Krise des Tochterunternehmens herbeiführen.

 

Anders sieht es aber aus, wenn das deutsche Unternehmen keine Tochter, sondern ein verbundener Teil des Konzerns ist und das Insolvenzverfahren über die ausländische Gesellschaft eröffnet wird.

Dann befinden wir uns in der – recht komplizierten – Materie der Partikularinsolvenz bzw. Sekundärinsolvenzverfahren

 

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