In eigener Sache.

 

Herzlichen Glückwunsch, dass Sie sich um eine Lösung Ihres Schuldenproblems bemühen. Nur durch Ihre eigene Initiative beseitigen Sie den Schuldenberg.

 

Haben Sie das Verbraucherinsolvenzverfahren schon begonnen, spüren Sie sicher schon die beste Auswirkung des Verfahrens: Der durch die vielen Schulden verursachte Druck lässt nach. Sie können wieder beginnen zu leben; zum Teil bescheidener, aber auch freier.

 

Der Insolvenz-Ratgeber.de fühlt sich Gläubigern und Schuldnern gleichermaßen verpflichtet. Im Verbraucherinsolvenzverfahren sehen wir eine Chance für den ehrlichen Umgang von Gläubigern und Schuldnern. Die Verbraucherinsolvenz schafft einen faien Rahmen zum Ausgleich im Interessenskonflikt zwischen Gläubigern und Schuldnern.

 

 

Ehrlich und fair. Hierauf baut unser Engagement auf. Daher erhalten Sie in diesem Kapitel vom Insolvenz-Ratgeber.de viele nützliche Ratschläge wie Sie, als redlicher Schuldner, in der Verfahrenszeit und der Wohlverhaltensphase legal gut leben können.

   

  

Ratschlag 1  Finanzen

Richten Sie ein Guthabenkonto ein

  

Ohne eigenes Konto sind Sie nur ein "halber" Mensch. Auch den Banken ist dies bewusst und deshalb haben sie sich dazu verpflichtet, Konten auf Guthabenbasis, auch Jedermannkonto genannt,  zu führen.

So gehen Sie vor: Wenden Sie sich an ein Kreditinstitut Ihrer Wahl, dies sollte vorzugsweise eines sein, bei dem Sie nicht verschuldet sind oder mit dem Sie in der Vergangenheit nicht schon Probleme hatten und sprechen dort wegen der Einrichtung eines Guthabenkontos vor.

Bleibt Ihnen keine andere Wahl, als mit der bisherigen Bankfiliale zusammen zu arbeiten, so schildern Sie dem Sachbearbeiter, dass Sie jetzt durch das Verbraucherinsolvenzverfahren ihre Finanzsituation ordnen und in den Griff bekommen.

 

Beantragen Sie ein Konto auf Guthabenbasis, bei dem kein Dispo, d.h. keine Kontoüberziehung erlaubt ist. Schreiben sie auf den Kontoeröffnungsantrag mit der Hand "Bitte keine Überziehung oder Dispo einräumen". Die Kopie des Antrags ist Ihr Beleg dafür, dass Sie sich ordnungsgemäß verhalten haben. Bewahren Sie diesen Beleg in Ihren Unterlagen gut auf.

 

Bitte beachten Sie: die Selbstverpflichtung der Banken ist freiwillig, daher können diese auch die Eröffnung eines Kontos auf Guthabenbasis ablehnen.

 

Auch Bankangestellte sind Menschen! Hier erreichen Sie durch ein höfliches und gepflegtes Auftreten viel.

Viel Erfolg!

 

  

    

Ratschlag 2  Finanzen

Kreditkarte auf Guthabenbasis

  

Diese Karten werden auch Prepaid Kreditkarten genannt.

 

Das Prinzip kennen Sie vom Handy: zuerst wird die Karte mit einem Betrag aufgeladen, um danach mit ihr bezahlen zu können. Die Zahlung ist bis zur Höhe des gespeicherten Betrags möglich, ein Überziehen der Karte ist nicht möglich Kredite werden nicht gewährt. Daher werden Prepaid Kreditkarten ohne Schufa Auskunft und Einkommensnachweis gewährt.

Vergleichen Sie bei der Wahl Ihrer Prepaid-Kreditkarte die Jahresgebühren und die Nutzungsbedingungen.

 

TIPP: Manche Anbieter verzinsen die auf der Karte gespeicherten Guthaben.

 

  

Ratschlag 3   Finanzen

Besondere Situation? Pfändungsfreibetrag anheben!

  

Sie wohnen in einer Stadt, in der die Mieten besonders hoch sind? Dann kann die Pfändung dazu führen, dass nicht mehr genug Geld für lebensnotwendige Ausgaben zur Verfügung steht. So kann es vorkommen, dass nach Abzug des pfändbaren Betrags weniger Geld, als das im Sozialgesetzbuch(SGB) definierte Existenzminimum, bleibt. Dann sollten Sie Amtsgericht (Vollstreckungsgericht) einen erhöhten Pfändungsfreibetrag beantragen.

 

Bei nachgewiesenem erhöhten Bedarf, z.B. durch Krankheit, berufliche Werbungskosten, Schwangerschaft, mehr als 5 Unterhaltspflichtigen oder wenn Sie durch die Pfändung sozialhilfebedürftig würden, kann das  Amtsgericht auf Antrag die Pfändungsfreigrenze erhöhen. Zur Antragstellung legen Sie alle Belege, wie z.B. Mietvertrag, Rechnungen für Diätprodukte, Stromrechnungen, Zusatzkosten etc. vor. Für Rentner und nicht-erwerbstätige Schuldner wird die Berechnung beim Arbeitsamt durchgeführt.

 

Zur Bedarfsberechnung werden die Regelleistungen und das Sozialgeld gem. SGB  für alle im Haushalt lebenden Personen, die Kosten für Ihre Warmmiete und ggf. Mehrbedarfspauschalen (z.B. für Schwangere, Behinderte usw.) zusammengerechnet. Außerdem können Ihnen  Versicherungsbeiträge, Kosten für die Anfahrten zum Arbeitsplatz, für Arbeitsmittel oder Kinderbetreuungskosten, sowie Unterhaltszahlungen angerechnet werden. TIPP: Sie können den erhöhten Pfändungsfreibetrag auch mit Hilfe der Schuldnerberatung beantragen.

 

HINWEIS: Wird der Bedarf vom Gericht nicht in voller Höhe anerkannt, lassen Sie unbedingt prüfen, ob Sie Anspruch auf Sozialhilfe haben.

   

     

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