Die Rechtsgrundlagen 

 

  • die deutsche Insolvenzordnung, besonders die §§ 335 ff (internationales Insolvenzrecht)
  • In Frankreich der französische Code de la Consommation, 3. Buch, 3. Titel (Traitement des situations de surendettement).
  • In Großbritannien der Insolvency Act von 1986 und die Insolvency Rules von 1986. Diese gelten jedoch nur in England und Wales.

     

Deutsche Gerichte müssen den Beschluss des ausländischen Insolvenzgerichts über die Restschuldbefreiung bedingungslos anerkennen. Die im Ausland erteilte Restschuldbefreiung wirkt so auch gegen deutsche Gläubiger.

 

 

Die Voraussetzungen 

 

Das französische oder englische Gericht muss seine Zuständigkeit annehmen und das Verfahren eröffnen. Vorausgesetzt wird, dass der Mittelpunkt der Interessen schon vor Eröffnung des Verfahrens im Land gelegen hat.

 

Es kann eine Missbrauchskontrolle erfolgen, in der die  Behörden sehr wohl überprüfen, ob die Verlegung des Wohnsitzes alleine dazu diente, den Gläubigern  zu entfliehen. Diese Prüfung wird gerade in Frankreich nach der sprunghaft angestiegenen Zahl der Insolvenzanträge durch deutsche Staatsbürger verstärkt angewandt.

 

 

In kurzer Zeit lassen sich sowohl das französische als auch das englische Verfahren nur bei absoluter Massearmut (Vermögenslosigkeit) durchführen.

 


Die Haken

 

So einfach wie viele EU-Entschulder die legale "Umgehung" des deutschen Insolvenzrechts darstellen, ist diese bei genauerem Hinsehen nicht. Neben Sprachbarrieren gibt es auch im französischen und englischen Recht Regelungen und Unwägbarkeiten, denen Sie sich stellen werden müssen. Voraussetzung für den schnellen und reibungslosen Ablauf ist immer Masselosigkeit.

 

Selbstverständlich bieten auch etliche Berater mehr oder weniger unverblümt den Nachweis der Masselosigkeit unabhängig der tatsächlichen Vermögensverhältnisse an. Hier bewegen Sie sich im illegalen Bereich.  

 

Kann man Ihnen  ein Gläubiger oder das Gericht  nachweisen, dass Sie nur deshalb ins Ausland gezogen sind, um sich Ihrer Schulden in Deutschland zu entledigen, erklärt das deutsche Gericht die ausländische Restschuldbefreiung für wirkungslos.

 

Entschulden kostet viel Geld 

Die Kosten der EU-Insolvenz: Die Schaffung eines glaubwürdigen Lebensmittelpunktes und die Betreuung durch die EU-Entschulder kostet Geld. Dieses müssen Sie meist im Voraus bezahlen. 

 

Vorsicht ! 

Nachweislich falsche Angaben werden auch in Frankreich oder England strafrechtlich verfolgt. Die Aussage, dies auf Anraten Ihres „Berater“ angegeben zu haben, wird Sie dann auch nicht schützen.

 

 

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